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Ich hatte nach Covid-19 "Gehirnnebel". So fühlte es sich an – und dieser Rat des Arztes half mir

·Lesedauer: 3 Min.
Die Autorin Anmol Irfan.
Die Autorin Anmol Irfan.

Am 5. Juli wachte ich mit Rückenschmerzen, Halsschmerzen und einer verstopften Nase auf, ohne in Panik zu geraten. Ich wusste, dass ich mit jemandem in Kontakt gekommen war, der positiv auf Covid-19 getestet worden war. Daher hatte ich bereits Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Ich war vollständig geimpft und hatte nur leichte Symptome. Selbst nachdem ich am Abend positiv getestet worden war, machte ich mir noch keine allzu großen Sorgen. Mein Arzt erklärte, es handele sich wahrscheinlich um die Delta-Variante, die sich in Pakistan schnell verbreitet hat. Er riet mir, mich zu schonen. Da ich ohnehin als freiberufliche Journalistin im Außendienst arbeite, hatte ich keinerlei Sorge um meinen Zeitplan.

Es war eine ziemliche Überraschung, dass ich mich in der ersten Woche der Isolation jedes Mal benebelt und desorientiert fühlte, wenn ich versuchte, mich auf einen Auftrag zu konzentrieren. Es schien unmöglich, ein neues Projekt zu beginnen. Da ich meine Projekte abschließen muss, um bezahlt zu werden und es gewohnt bin, immer auf dem Sprung zu sein, fiel es mir anfangs schwer zu akzeptieren, dass ich eine Pause von der Arbeit einlegen musste.

Nach meiner 14-tägigen Isolation fühlte sich mein Körper wieder normal an, doch mein Gehirn war noch weit davon entfernt. Auch nach drei Wochen fiel es mir noch schwer, mich auf die Arbeit am Laptop zu konzentrieren. Häufig konnte ich Gesprächen nicht mehr folgen oder schaute immer wieder auf meinen Terminkalender, um mir Klarheit zu verschaffen. In den ersten Tagen nach meiner Isolation war das Schwindelgefühl ziemlich konstant. Dann verschwand es plötzlich, nur um zu unerwarteten Zeiten während des Tages wieder aufzutauchen. Das führte dazu, dass ich Projekte auf halber Strecke liegen lassen musste und stundenlang an meinem Laptop saß. Erst am Abend stellte ich fest, dass ich nichts von meiner Aufgabenliste für den Tag erledigt hatte. Ich versuchte wieder in meine alten Arbeitsabläufe hineinzukommen, aber anfangs war ich eher verwirrt und frustriert. Mein gewohnter Arbeitsrhythmus erschöpfte mich. Also begann ich mit der Recherche über meine Symptome.

"Gehirnnebel" ist kein wissenschaftlicher Begriff, aber er tauchte auf, als ich nach meinen Symptomen googelte. Eine kurze Internetrecherche zeigte mir, dass ich nicht allein damit bin. Ich stieß auf Andrew Budson, Professor für Neurologie an der Universität Boston, der das Phänomen in einem Blogbeitrag beschrieb, der im März von der Harvard Medical School veröffentlicht wurde. In diesem Beitrag merkte er an, dass Covid-19 das Gehirn schädigen kann und dass Forscher in China eine "anhaltende Beeinträchtigung der kontinuierlichen Aufmerksamkeit" als Symptom identifiziert hatten.

Budson erzählte mir, dass mehr als die Hälfte seiner Patienten, die an Covid-19 erkrankt seien, über einen solchen "Gehirnnebel" klagten: "Bei den meisten von ihnen normalisiert sich der Zustand nach drei bis vier Monaten wieder". Er nannte Möglichkeiten zur Bewältigung der Symptome: Leichter Ausdauersport, ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung sind der Schlüssel, um wieder auf die Beine zu kommen. Sein wichtigster Tipp ist aber, auf den eigenen Körper zu hören. Ausreichend Schlaf war der Tipp, der bei mir am besten wirkte. Bevor ich an Covid-19 erkrankte, schlief ich oft nicht mehr als sieben Stunden pro Nacht. Doch nach der Covid-Erkrankung hat mein Körper mir klar gemacht, dass alles unter neun Stunden inakzeptabel ist.

Auch ein weiterer Ratschlag von Budson über die Prioritäten während der Genesung hat mich sehr beeindruckt. "Für alle, die es gewohnt sind, mit den Anforderungen der sozialen Medien oder ihres Chefs Schritt zu halten, ist es jetzt an der Zeit, ihren Körper zum Chef zu machen.“

Ich habe ein paar Wochen gebraucht, um das zu erkennen. Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich mich viel schneller erhole, weil ich auf meinen Körper höre. Ich bin nicht mehr wütend auf mich selbst, weil ich die ganze Zeit so schwerfällig bin.

Dieser Artikel wurde von Ilona Tomić aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

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