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Coronakrise setzt Uber-Rivale Lyft weiter stark zu

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Die Pandemie macht Lyft zu schaffen. Der Uber-Konkurrent sinkt weiter in die roten Zahlen. Für das zweite Quartal wagt der Fahrdienstvermittler aber eine positive Prognose.

Der US-Fahrdienstvermittler Lyft hat angesichts anhaltender Belastungen durch die Coronakrise auch zum Jahresende tiefrote Zahlen geschrieben. Im vierten Quartal fiel ein Verlust von 458,2 Millionen Dollar (378,1 Millionen Euro) an, wie der Uber-Rivale am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse sanken im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 569,9 Millionen Dollar.

Das Unternehmen betonte aber, auf dem Wege der Besserung zu sein. Ab dem zweiten Quartal 2021 sei wieder mit Wachstum zu rechnen, das sich dann in der zweiten Jahreshälfte verstärken dürfte, erklärte Finanzchef Brian Roberts. Lyft habe die Kosten im Schlussquartal stark gesenkt und seine Sparziele 2020 um 20 Prozent übererfüllt. Die Aktie reagierte nachbörslich mit starken Kursaufschlägen von mehr als zehn Prozent.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr gab es einen Verlust von 1,8 Milliarden Dollar. Der Umsatz ging um 35 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar zurück. Anders als der große Konkurrent Uber, der sich in der Krise mit anderen Services wie Essensbringdiensten durchzuschlagen versucht, hat Lyft außer dem stark unter der Pandemie leidenden Kerngeschäft der Fahrdienstvermittlung bislang nicht viel im Angebot.