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Corona-Experten der US-Regierung: Es ist zu früh für Lockerungen

·Lesedauer: 2 Min.

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Corona-Experten der US-Regierung warnen trotz Fortschritten bei den Impfungen eindringlich vor einer übereilten Lockerung von Schutzvorkehrungen. "Die aktuellen Zahlen bleiben beunruhigend", sagte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Freitag. Die Zahl der Neuinfektionen liege derzeit bei durchschnittlich 62 000 pro Tag, die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bei etwa 2000 am Tag.

Diese Werte seien zu hoch, und hielten sich noch dazu auf diesem Niveau. Mit Blick auf die Verbesserung der Lage erscheine es zwar reizvoll, wieder etwas zur Normalität zurückzukehren, sagte Walensky, mahnte aber: "Aber wir sind noch nicht soweit." Sie rief die Menschen trotz der Lockerung von Vorschriften in mehreren Bundesstaaten dringend dazu auf, weiter Masken zu tragen und Abstand zu halten.

Die US-Staaten Texas und Mississippi hatten verkündet, dass sie die Maskenpflicht und Kapazitätsgrenzen für Restaurants und andere Betriebe lockern - was im Weißen Haus auf heftige Kritik stieß.

Der prominente Immunologe und Präsidenten-Berater Anthony Fauci, sagte, die Zahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen Monaten zwar deutlich gesunken. Die Stabilisierung auf einem Niveau von 60 000 bis 70 000 neuen Fällen pro Tag bedeute aber, dass das Land Gefahr laufe, den nächsten starken Anstieg zu erleben. Dies sei in mehreren EU-Ländern geschehen und sei "etwas, das wir unbedingt vermeiden wollen".

Der ranghohe Corona-Berater des Weißen Hauses, Andy Slavitt, betonte, das Land habe im Kampf gegen die Pandemie große Fortschritte gemacht. Inzwischen seien mehr als 82 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Das sei in absoluten Zahlen "mehr als in jedem anderen Land der Welt". Auch er mahnte jedoch, es wäre verfrüht, zur Normalität zurückzukehren. Slavitt appellierte an die Amerikaner: "Tragen Sie eine Maske. Nicht für immer, aber vorerst."