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Conti: Markt für Autozulieferung in Europa weiter schwach - China dürfte treiben

HANNOVER (dpa-AFX) -Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental DE0005439004 rechnet in diesem Jahr in Europa weiter mit einem schwierigen Geschäft in der Autozulieferung. Der Markt dürfte in Europa im Gesamtjahr eher am unteren Ende der eigenen Annahmen abschneiden - der chinesische Markt hingegen dürfte der Haupttreiber für Wachstum sein, hieß es am Mittwochabend in einer Analystenkonferenz laut einer Zusammenfassung von Conti.

Conti hatte mit den Geschäftszahlen zum ersten Quartal im Mai bereits einen Rückgang des Produktionsvolumens für Autos und leichte Nutzfahrzeuge in Europa von einem bis drei Prozent gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt. Die Conti-Aktie legte auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss am Mittwoch nachbörslich um 0,6 Prozent zu.

Bei der Preisentwicklung sei der Konzern im zweiten Quartal gegenüber dem Jahresbeginn wie erwartet vorangekommen. Conti spricht mit den Auto- und Lkw-Bauern auch wegen der eigenen schmalen Margen über Preiserhöhungen für die gelieferten Teile. Im zweiten Quartal dürften zudem erste Effekte durch das eingeleitete Sparprogramm in der Autosparte sichtbar werden. Der Effekt soll über das Jahr noch anwachsen. Conti peilt dann 2025 Einsparungen von rund 400 Millionen Euro an. Dafür streicht Conti in Verwaltung und bei Forschung und Entwicklung zusammen weltweit 7150 Stellen.

Im Reifengeschäft habe sich in der Erstausstattung der Markt bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter schwach entwickelt. Die Reifenersatzmärkte hätten im zweiten Quartal allerdings schon wie erwartet erste Anzeichen der Besserung aufgewiesen. Für Contis Reifensparte blieb die Entwicklung von Preisen und Absatzmix aber wohl erst einmal leicht negativ - das solle sich in der zweiten Jahreshälfte normalisieren, hieß es.

Der Konzern hält für Finanzexperten vor der üblichen wochenlangen Ruheperiode vor der Mitteilung von Quartalsergebnissen eine zusammenfassende Schalte zu den jüngsten Entwicklungen ab, einen sogenannten "pre-close call". In den letzten Wochen vor den Quartalszahlen - der sogenannten "Quiet Period" - soll die Kommunikation mit Interessenten auf dem Kapitalmarkt dann nur noch sehr eingeschränkt stattfinden. In jüngster Zeit hatten solche Veranstaltungen des Öfteren für Ausschläge bei den Aktienkursen mehrerer Firmen gesorgt. Conti will mit der Veröffentlichung der Inhalte nach eigenen Angaben die Transparenz am Markt erhöhen.