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Chinas Notenbank senkt Reserveanforderung für Banken bei der Kreditvergabe

PEKING (dpa-AFX) - Chinas Notenbank will mit geringeren Kapitalanforderungen für Banken bei der Kreditvergabe die zuletzt flaue Wirtschaft des Landes stützen. Ab dem 6. Januar werde die Reserveanforderung für Banken bei der Kreditvergabe um 0,5 Prozentpunkte gesenkt, teilte chinesische Zentralbank am Mittwoch in Peking mit. Damit haben die Banken mehr Spielraum, um Kredite zu vergeben. Aktuell müssen große Banken 13 Prozent eines Kredits bei der Zentralbank hinterlegen, für kleinere Häuser liegt der Satz bei 11 Prozent.

Die Notenbank bezifferte das Volumen, das durch diesen Schritt freigesetzt wird, auf rund 800 Milliarden Yuan (104 Mrd Euro). Chinas Premierminister Li Keqiang hatte bereits im Dezember angedeutet, dass die Zentralbank die Bedingungen für die Kreditvergabe erleichtern wird. Die Währungshüter gehen davon aus, dass die Zinsen für Kredite durch diesen Schritt sinken werden und somit die Unternehmen billiger an Geld kommen.

Die chinesische Notenbank hatte in den letzten Monaten die Wirtschaft bereits mehrmals mit der Senkung von Leitzinsen oder günstigeren Bedingungen bei langfristigen Refinanzierungsgeschäften für Banken gestützt. Chinas Wirtschaft kämpft derzeit mit viel Gegenwind. Der Rückgang des Außenhandels durch den Handelsstreit mit den USA und hausgemachte Probleme wie die hohe Verschuldung haben das Wachstum auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahrzehnten fallen lassen.

Lautete die Wachstumsvorgabe für 2019 noch "6,0 bis 6,5 Prozent", erwarten Experten, dass die Regierung das Ziel auf nur noch "rund 6 Prozent" für das neue Jahr reduzieren wird.