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China hat den Verkauf von Flüssigerdgas an Europa gestoppt, um seine eigenen Gasvorräte zu sichern, so ein Bericht

China hat LNG nach Europa geliefert, nachdem Russland die Lieferungen in den Bloc eingeschränkt hat. - Copyright: Hoëgh LNG
China hat LNG nach Europa geliefert, nachdem Russland die Lieferungen in den Bloc eingeschränkt hat. - Copyright: Hoëgh LNG

China hat seine staatlichen Erdgasimporteure angewiesen, den Weiterverkauf von LNG (liquefied natural gas) an Käufer aus Europa und Asien einzustellen. Mit der Forderung wolle die Regierung die eigene Versorgung des Landes für die Winterheizperiode sicherstellen, wie "Bloomberg" am Montag berichtete.

Mit der Angelegenheit vertraute Personen teilten demnach Bloomberg mit, dass die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission mit den chinesischen Energieriesen PetroChina, Sinopec und CNOOC gesprochen habe und sie dabei aufgefordert habe, ihre Wintervorräte für den Eigenbedarf bereitzustellen. Eine wirtschaftliche Verlangsamung in China, nachdem Peking eine strikte Null-Covid-Politik eingeführt hatte, dämpfte zuletzt die lokale Nachfrage nach Gas. Dadurch hatten die Importeure einen Überschuss, den sie an Europa und andere Länder weiterverkauften.

Im August wurden einem Nikkei-Bericht zufolge schätzungsweise über vier Millionen Tonnen chinesisches LNG weiterverkauft – das entspricht etwa sieben Prozent der europäischen Importe in der ersten Jahreshälfte.

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Seit dem russischen Krieg in der Ukraine und den damit einhergehenden Sanktionen und Boykotte hat China russischen Treibstoff billig aufgekauft. Einmal gelang es China sogar, einen Rabatt von 50 Prozent auf LNG-Lieferungen aus der russischen Exportanlage Sakhalin 2 zu erhalten. Da sich die europäischen Gasvorräte jedoch schnell füllten und die Verschiffungskosten Rekordhöhen erreichten, schwand laut "Bloomberg" die Attraktivität des LNG-Wiederverkaufs. Ein weiterer möglicher Auslöser für diesen Schritt waren Prognosen für ein Defizit in der chinesischen Gasversorgung, so der Bericht. Das Land versuche daher, seine eigene potenzielle Energiekrise während der kalten Wintermonate abzuwenden.

Die Aussicht auf eine europäische Energiekrise ließ die regionalen Gaspreise im August auf historische Höchststände von über 346 Euro pro Megawattstunde ansteigen, als Moskau auf die westlichen Sanktionen wegen seines Krieges gegen die Ukraine reagierte. Seitdem sind die Preise um über 50 Prozent gefallen. Die niederländischen TTF-Futures an der ICE-Börse wurden am Montag mit rund 136 Euro pro Megawattstunde gehandelt. Die Kommission reagierte nicht sofort auf die Bitte von Business Insider um einen Kommentar.

Dieser Artikel wurde von Lara Hansen aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.