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Chat GPT ist in den USA als App erhältlich: Dadurch kann Apple Hunderte von Millionen Dollar im KI-Geschäft abschöpfen

Apple ist im Bereich der Künstlichen Intelligenz im Rückstand. Dennoch kann das Unternehmen eine Menge Geld mit Open AI verdienen. - Copyright: Jerod Harris/Getty Images Entertainment
Apple ist im Bereich der Künstlichen Intelligenz im Rückstand. Dennoch kann das Unternehmen eine Menge Geld mit Open AI verdienen. - Copyright: Jerod Harris/Getty Images Entertainment

Das Unternehmen Apple mag zwar nicht führend im Bereich der generativen KI sein, kann aber durch seinen Einfluss auf den App-Markt vom Erfolg anderer profitieren. Letzte Woche hat Open AI eine iPhone-App für Chat GPT auf den Markt gebracht, die am Freitag in der Kategorie der kostenlosen Apps im App Store schnell auf Platz eins landete. Apple warb für die App als "Must-Have" in seiner Kategorie "Essentials".

Benutzer können auch Chat GPT Plus abonnieren. Das ist eine Premium-Version, die 20 US-Dollar pro Monat (etwa 18,50 Euro) kostet. Sie bietet schnellere Antwortzeiten und vorrangigen Zugang zu neuen Funktionen. Da Open AI die Nutzer nicht auf eine Website weiterleitet, auf der sie ein Abonnement abschließen können, sondern das In-App-Kaufsystem von Apple nutzt, kassiert Apple seinen üblichen Anteil von 30 Prozent. Das schrieben die Analysten von Bernstein in einer Mitteilung an Investoren.

Apple kann mit der Steuer auf KI-Erfindungen Millionen verdienen

Gibt es ein besseres Beispiel für ein technisches Monopol? Apple ist im Bereich der künstlichen Intelligenz im Rückstand und das Unternehmen hat nur sehr wenig zur öffentlichen Forschung auf diesem Gebiet beigetragen. Dennoch wird es wahrscheinlich Hunderte von Millionen Dollar pro Jahr mit dieser Technologie verdienen.

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Wenn Chat GPT Plus durch iOS hypothetisch betrachtet fünf Millionen neue Abonnenten hinzugewinnen würde, entspräche das einem Jahresumsatz von etwa 1,2 Milliarden Dollar (etwa 1,1 Milliarden Euro). Mit einem Anteil von 30 Prozent würde Apple pro Jahr 360 Millionen Dollar (etwa 334 Millionen Euro) mit der Schöpfung von Open AI einnehmen.

Tim Cook sagte auf Apples jüngstem Earnings Call, dass das Unternehmen Künstliche Intelligenz in seine Produkte "einweben" und dabei "bewusst und überlegt" handeln werde. "Es gibt eine Reihe von Fragen, die geklärt werden müssen", sagte er. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, hat Apple seine Mitarbeiter angewiesen, Chat GPT nur eingeschränkt zu nutzen. Es besteht die Sorge, dass der Chatbot vertrauliche Informationen sammeln könnte.

Steven Wieting von Citi Global Wealth hat einige Ideen, wie Anleger das "nächste große Ding" in der KI finden können.
Steven Wieting von Citi Global Wealth hat einige Ideen, wie Anleger das "nächste große Ding" in der KI finden können.

Apples Einnahmen aus den App Store-Abonnements treiben das Wachstum

All das hält Apple jedoch nicht davon ab, den Dienst über den App Store anzubieten und mit dem Verkauf von Abonnements Gewinne zu erzielen. Das Dienstleistungsgeschäft von Apple, zu dem auch die Einnahmen aus den App Store-Abonnements gehören, war in den letzten Jahren ein wichtiger Wachstumstreiber für das Unternehmen. Grund dafür ist, dass die iPhone-Verkäufe zurückgegangen sind. Im letzten Quartal überstiegen die Einnahmen aus dem Dienstleistungsgeschäft 20 Milliarden Dollar (etwa 18,5 Milliarden Euro). Das ist ein Rekord für die Kategorie, die einige der besten Gewinnspannen von Apple aufweist.

Apple hat vor kurzem eine Kartellklage seitens des Fortnite-Entwicklers Epic Games gewonnen. Er warf Apple vor, unrechtmäßig zu handeln, indem das Unternehmen den App-Vertrieb auf iOS-Geräten einschränkte und von den Entwicklern verlangte, seinen eigenen Zahlungsabwickler zu verwenden, über den es eine Provision auf Verkäufe erhält. Das Urteil war ein Rückschlag für die Entwickler. Sie hatten gehofft, dass ein Urteil Apple dazu zwingen würde, seine Geräte für App-Stores von Drittanbietern zu öffnen. Berichten zufolge wird das Unternehmen jedoch bald damit beginnen, App-Stores von Drittanbietern in der Europäischen Union zu unterstützen. Dort sollen neue Gesetze die Wettbewerbsbedingungen für Entwickler angleichen.

Der Richter in diesem Fall entschied jedoch, dass Entwickler die Nutzer zu einem Webbrowser schicken können, um Käufe zu tätigen und Apples Kommission zu umgehen. Open AI tut dies nicht – vielleicht, weil der Prozess etwas umständlicher ist als die Verwendung des bei Apple integrierten Zahlungsprozesses.

Nichtsdestotrotz kann Apple eine Menge Geld mit Open AI verdienen, auch wenn das Unternehmen immer noch vor den Auswirkungen auf den Datenschutz warnt. Mit der Einnahmen aus der Steuer auf KI-Erfindungen kann Apple seine eigenen Modelle entwickeln.

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