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Caritas-Präsident kritisiert Bund und Landkreise bei Bundeswehr-Hilfe

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Präsident des katholischen Wohlfahrtsverbands Caritas, Peter Neher, kritisiert den Bund und die Landkreise für ihr langwieriges Klären von Detailfragen bei der Corona-Hilfe von Bundeswehrsoldaten in Pflegeheimen. Finanzierungsfragen, die erst spät gelöst wurden, seien eine Schwierigkeit gewesen. "Es hätte viel früher sein können. Warum hat es jetzt drei Wochen lang gedauert, bis der Bund erklärt: Er übernimmt die Kosten?", fragte Neher am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin".

Entscheidend sei auch, dass nicht die Bundeswehr bei den Heimen anklopfe, sondern die Landkreise müssten die Hilfe ersuchen. Die Pflegeeinrichtungen der Caritas haben "sehr deutlich gemacht, dass sie dringende Unterstützung brauchen". "Jetzt ist es dringend notwendig, dass die Landkreise hier in die Pötte kommen und dass die ihre Gesuche stellen. Unsere Einrichtungen warten darauf", sagte Neher. Die Kreise haben laut Neher "massive Hausaufgaben zu leisten".

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte zuletzt gesagt, dass die Unterstützung von den Kommunen bislang nur zurückhaltend eingefordert worden sei. Dies könne an einem Verständnis der Kommunen liegen, dass sie dafür selbst zahlen müssten, hatte die CDU-Politikerin am Mittwoch gesagt. Die Bundeswehr stelle aber keine Rechnungen, die Hilfe sei kostenlos für Städte und Kommunen.

In den rund 25 000 Einrichtungen und Diensten des Wohlfahrtsverbands arbeiten laut Caritas bundesweit mehr als 690 000 Menschen - davon 124 498 in der Altenhilfe.