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Die Cannabis-Blase ist geplatzt – doch einige deutsche Unternehmen florieren in der Branche trotzdem

·Lesedauer: 2 Min.
Auch in Deutschland findet Cannabis Anwendung als Arzneimittel
Auch in Deutschland findet Cannabis Anwendung als Arzneimittel

Vor wenigen Jahren waren sie der ultimative Hype am Aktienmarkt: Unternehmen, die mit dem Vertrieb von Cannabis und Zubehörprodukten ihr Geld verdienten. Ein Auslöser dafür war, dass die Droge nach Gesetzesänderungen in Kanada und mehreren Bundesstaaten der USA nicht mehr illegal war. In kurzer Zeit entstand so ein neues Geschäftsfeld, Anleger witterten das große Geschäft. Doch inzwischen ist die Blase im Cannabis-Business geplatzt. Ein Grund war ein Überangebot am Markt, ein weiterer, dass andere Länder nicht bei der Legalisierung nachzogen. Die Kurse zahlreicher großer kanadische Cannabis-Konzerne stürzten ab. Viele haben sich bis heute nicht erholt.

Dennoch gibt es Unternehmen, die in dem Segment bestehen – und einige von ihnen kommen aus Deutschland. In einem Bericht der "FAS" wird etwa die Firma "Storz&Bickel" vorgestellt. Sie hat ihren Sitz im schwäbischen Tuttlingen, dem Zentrum für Medizintechnik in Deutschland. Dort stellt das Unternehmen Verdampfer, sogenannte Vaporizer, her. Damit werden die Wirkstoffe des Cannabis herausgelöst und können dann inhaliert werden. Ein Verbrennen wie beim Rauchen ist nicht nötig. Der Verkaufsschlager von Storz&Bickel heißt "Volcano", kostet rund 400 Euro und ist seit 20 Jahren am Markt.

Sogar in Apotheken wird das Gerät verkauft, denn auch wenn Cannabis in Deutschland nicht legal ist, werden die Blüten inzwischen als Arznei verschrieben – und über Apotheken gegen Rezept ausgegeben.

Die Gründer Markus Storz und Jürgen Bickel sind mit ihren Verdampfern so erfolgreich, dass ihr Unternehmen inzwischen 200 Mitarbeiter beschäftigt. Rund 250.000 Geräte verkauften sie nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr, geliefert wird weltweit, doch der wichtigste Markt sind die USA. Der Erfolg lockte dann auch die Big Player im Cannabis-Business an. 2018 kaufte Canopy Growth aus Kanada, das größte Unternehmen der Branche, Storz&Bickel.

Cannabis in Tablettenform

Andere Unternehmen aus Deutschland florieren ebenfalls. Besonders ambitioniert ist das Vorhaben der Pharma-Holding Futrue. Sie versuchen aus Cannabis ein Fertigarzneimittel herzustellen, etwa als Tablette oder Salbe. Das Ziel: Verlässliche Produkte mit einem konstanten Wirkstoffanteil herzustellen. Denn bislang schwankt der Effekt von medizinischen Cannabisprodukten stark, was den Nutzerkreis einschränkt.

Doch Unternehmenschef Clemens Fischer will bereits 2023 ein leicht zu handhabendes Produkt herausbringen. Dieses, so der Plan, könnten etwa auch Menschen mit chronischen Schmerzen nutzen, ein lukrativer Markt mit potenziell Millionen Patienten allein in Deutschland.

toh

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