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Bundesliga-Star nimmt es mit Oatly auf: Das ist das Hafermilch-Startup von Kevin Trapp

Kevin Trapp arbeitet neben seiner Fußballkarriere an einem Startup mit.  - Copyright: Matthias Hangst / Staff
Kevin Trapp arbeitet neben seiner Fußballkarriere an einem Startup mit. - Copyright: Matthias Hangst / Staff

Es ist schon viel los im Hafermilch-Business. Neben den großen wie Oatly (Schweden) und Alpro (Belgien), tummeln sich bereits kleinere Marken. Das schreckt diese Gründer aber nicht ab: Das Startup Mølk will mitbuhlen im Geschäft um Hafermilch-Fans – und denjenigen, die dem Trend bisher noch nicht so viel abgewinnen konnten. Ihr Ass im Ärmel? Ein Promibonus. Im fünfköpfigen Gründerteam sitzt der Fußball Bundesligaspieler Kevin Trapp von Eintracht Frankfurt.

Trapp ging 2021 unter die Gründer. Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge entstand die Idee aus der Not heraus. Nachdem die zwei Restaurantbesitzer Luel Mulugeta und Guy Leon Lamaye zu Beginn der Coronapandemie Schwierigkeiten hatten, an Hafermilch zu kommen, entscheiden sie sich, einfach eigene Hafermilch herzustellen – und gleich ein Geschäft draus zu machen. Dafür holten Mulugeta und Lamaye drei Freunde ins Boot, darunter Maximilian Helldörfer, Alexander Schiffl und eben auch Trapp, der neben seiner Fußballkarriere nun in einem Startup arbeitet. Laut Handelsregister halten alle Gründer gleich viele Anteile.

Aktuell hat Mølk zwei Haferdrinks im Angebot – einmal die Barista-Variante, die sich zum Milchaufschäumen eignet sowie eine pure Version. Neben dem eigenen Onlineshop sind die Haferdrinks in Kafferösterein, Supermärkten wie Reweläden und beim Lieferdienst Gorillas erhältlich. Für den Haferdrink des Startups müssen Kunden mit einem Literpreis zwischen 1,89 Euro und 1,29 Euro tiefer in die Tasche greifen als für herkömmliche Kuhmilch.

„Zu dickflüssig und sämig" – wie kommt die Hafermilch im Test an?

Der Preis ist unter anderem auf die umweltschonende Herstellung des Hafergetränks zurückzuführen: Hafer lässt sich leicht und energieschonend in Ländern wie Deutschland und Frankreich anbauen – anders als Soja, Mandeln oder Reis. Die müssen häufig um die Welt transportiert werden. Der Hafer, den Mølk verarbeitet kommt aus der Münchner Gegend und wird in Dänemark verarbeitet. Der Plan für die Zukunft sieht laut Angaben der FAZ allerdings vor, auch den Anbau nach Dänemark zu verlagern – um kürzere Wege zu haben, günstigere Transportkosten und weniger Treibhausgase.

In einem Test der Gründerszene-Redaktion konnte die Milchalternative nicht überzeugen. Das lag vor allem an der Konsistenz des Getränks. Die Milch wurde als zu dickflüssig und sämig empfunden, ließ sich mit Kaffee oder Müsli daher nicht gut verrühren.

Mit einem eigenen Mølk-Universum wollen sie Haferdrink-Alternativen Konkurrenz machen

Zu ihren Umsätzen äußert sich die Firma nicht, heißt es in der FAZ. 2021 erreichte der schwedische Konkurrent Oatly einen Umsatz von 643 Millionen US-Dollar und kooperiert darüber hinaus auch noch mit dem bekannten Franchise-Unternehmen Starbucks.

Mølk konkurriert nicht nur mit Oathy oder Alpro – auch andere Wettbewerber wie Pläin aus Freising bei München oder das 2018 gegründete Startup Vly bemühen sich um pflanzlichem Milchalternativen. Bei Vly besteht das Getränk allerdings nicht aus Hafer, sondern basiert auf Wasser, Erbsenprotein und Rapsöl. 2020 pitchten die Gründer Moritz Braunwarth, Nicolas Hartmann und Niklas Katter ihre Idee in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ – bekamen jedoch keinen Deal. Ein Jahr später stieg Rocket Internet, die Startup-Schmiede der Samwers, in die Firma ein.

Den Haferdrink-Hype will Mølk der FAZ zufolge mit der Schaffung eines eigenen Mølk-Universums schaffen – und neben dem Produkt auch noch Lebensgefühl verkaufen. Dazu bedarf es Merch und einiges an Werbung. Da wird Mitgründer und Fußballligist Trapp durch seine Prominenz sicherlich einen entscheidenden Teil beitragen können.