Deutsche Märkte öffnen in 6 Stunden 25 Minuten
  • Nikkei 225

    29.698,63
    +55,94 (+0,19%)
     
  • Dow Jones 30

    34.035,99
    +305,10 (+0,90%)
     
  • BTC-EUR

    53.094,88
    -18,89 (-0,04%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.403,48
    +22,53 (+1,63%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.038,76
    +180,92 (+1,31%)
     
  • S&P 500

    4.170,42
    +45,76 (+1,11%)
     

Bundesagentur: Corona-Maßnahmen zum Wohl des Arbeitsmarktes umsetzen

·Lesedauer: 1 Min.

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, hat die Politik in Deutschland aufgefordert, die beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch umzusetzen. Es müsse dem Rat von Experten wie etwa Virologen folgend zu Ausgangsbeschränkungen und einem strengen Testregime kommen, sagte Scheele am Mittwoch in Nürnberg. Ziel müsse es sein, Einschränkungen für die Industrie zu verhindern. Andernfalls könnte es sein, dass der Arbeitsmarkt schwer unter den Folgen leiden würde.

"Es wäre wahrscheinlich besser, kurz und hart einzugreifen", sagte Scheele und berief sich auf den Rat der Wirtschaftsforschungsinstitute. Es gebe derzeit keine Einschränkungen in das verarbeitende Gewerbe. Wenn man das verhindern wolle, müsse man die anderen Maßnahmen, etwa Kontaktbeschränkungen im persönlichen Bereich, umsetzen, forderte Scheele. "Die Inzidenzzahlen, die die Virologen voraussagen, treten ja alle ein, das ist ja das Deprimierende. Das wusste man alles am 3. März."

"Ich würde mich freuen, wenn es einen gewissen Schulterschluss zwischen evidenzbasierter Wissenschaft und Politik gäbe, wenn also Virologen wieder einen etwas größeren Einfluss auf politische Entscheidungen bekämen", sagte Scheele. "Dass wir das nicht hatten, hat mit dazu geführt, dass diese dritte Welle, die wir jetzt haben, so zu Buche schlägt wie sie zu Buche schlägt", sagte er.

"Wenn das RKI, also Herr Wieler in der Bundespressekonferenz warnt, und Herr Drosten warnt und wenn alle Intensivmediziner dieses Landes warnen, dann ist es wohl besser, wirklich auf die Bremse zu treten und zu lernen, dass der Zahlenraum von 1 bis 100 bei 100 endet und nicht darüber hinaus geht", sagte er mit Blick auf die nicht eingehaltenen "Notbremsen" in einigen Bundesländern, die bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 eigentlich hätten greifen müssen.