Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 55 Minuten
  • Nikkei 225

    26.402,84
    -508,36 (-1,89%)
     
  • Dow Jones 30

    31.253,13
    -236,94 (-0,75%)
     
  • BTC-EUR

    28.567,74
    +930,85 (+3,37%)
     
  • CMC Crypto 200

    669,81
    +17,58 (+2,69%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.388,50
    -29,66 (-0,26%)
     
  • S&P 500

    3.900,79
    -22,89 (-0,58%)
     

"Ich brauche einen Drink" – geleakte Screenshots zeigen, wie Peloton-Mitarbeiter auf den Aktiensturz der Firma reagieren

·Lesedauer: 3 Min.
(Symbolbild)
(Symbolbild)

Peloton-Mitarbeiter in einem Slack Kanal namens #stocks haben mitverfolgt, wie der Aktienkurs von Peloton innerhalb eines Tages um mehr als 23 Prozent gefallen ist, wie aus Screenshots hervorgeht, die Insider zugespielt wurden.

Als CNBC am Donnerstag berichtete, dass Peloton die Produktion neuer Fahrräder und Laufbänder gestoppt habe (was CEO John Foley später zurückwies), schrieb ein Angestellter: „Die Börse weiß mehr als die Mitarbeiter, wie es scheint.“

„Es ist scheiße, dass wir diese Dinge über Nachrichtenquellen herausfinden und nicht hier“, schrieb ein anderer Mitarbeiter.

„OMG. Ich habe gerade den Aktienkurs gesehen“, schrieb ein anderer Mitarbeiter. „Ich fühle, wie sich mein Herz zusammenzieht.“

„Ich brauche einen Drink“, schrieb ein anderer.

„Kann es mal einen einzigen Tag ohne schlechte Nachrichten geben?“, fragte ein Peloton-Mitarbeiter.

Ein anderer schrieb: „Ich bin dabei, Geld mit dem ESPP zu verlieren“, womit er sich auf den Aktienkaufplan von Peloton bezog, der es den Mitarbeitern ermöglichte, Peloton-Aktien zu kaufen.

"Ich würde mir keine Sorgen um ESPP machen", schrieb ein anderer. "Bei diesem Tempo werden wir alle arbeitslos sein."

"Das Fehlen jeglicher interner Kommunikation sagt eine Menge aus."

Viele Mitarbeiter in dem Channel beklagten sich über fehlende interne Kommunikation – über die Schwierigkeiten von Peloton sowie über geplante Entlassungen und über die heimliche Anhebung der Preise für einige seiner Produkte Anfang dieser Woche. „Diese Informationen sickern schon seit Dienstag durch“, schrieb ein Mitarbeiter. „Dass über all das nicht gesprochen wird, sagt eine Menge aus.“

„Es ist wirklich zum Kotzen, wenn man mehr über den Zustand des Unternehmens durch geleakte Informationen erfährt als aus Meetings oder wenigstens aus einem Memo“, schrieb ein anderer Mitarbeiter, „und ich wäre dankbar für ein paar Worte des Managements darüber, ob wir das Schiff noch retten können.“

„Nennt mich einen Fatalisten, aber wenn die Zeichen auf Sturm stehen (und die Leaks nicht widerlegt oder kommentiert wurden), was gibt es dann noch zu sagen?“, schrieb ein anderer.

"Es scheint klar, dass dieses Unternehmen einen brutalen Stellenabbau durchmachen wird"

In einer langen Nachricht schrieb ein Nutzer unter anderem: „Es scheint klar, dass dieses Unternehmen einen brutalen Stellenabbau durchmachen wird, und ich denke, dass dies eine ziemlich normale Reaktion ist, wenn man bedenkt, dass es A) keinerlei interne Kommunikation über diese Dinge gab und B) unsere Aktien weiterhin im Keller sind, was sich auf das Eigenkapital auswirkt, das jeder als 'Eigentümer dieses Unternehmens' hat. Es besteht eine gute Chance, dass einige von uns in diesem Kanal in ein paar Wochen nicht mehr unsere Jobs hier haben werden (ich eingeschlossen).“

Am Donnerstagabend veröffentlichte Peloton seine Vorabzahlen zwei Wochen früher als erwartet und zeigte, dass das Unternehmen seine Prognosen, die es der Wall Street vorgelegt hatte, entweder eingehalten oder übertroffen hatte.

Anschließend veröffentlichte Peloton ein Memo des CEOs John Foley, in dem er die jüngsten Informations-Leaks an Medien wie uns, Business Insider, und CNBC, aber auch mögliche Entlassungen erörterte. Er schrieb: „Wir müssen jetzt unsere Organisationsstruktur und die Größe unseres Teams mit äußerster Sorgfalt und Mitgefühl überdenken.“

„Ich möchte zugeben, dass dies nicht alle Fragen beantwortet, die sicher viele von Ihnen jetzt haben“, so der CEO Foley. „Aber ich möchte Ihnen mitteilen, was wir zu diesem Zeitpunkt tun können.“

Zumindest ein Mitarbeiter blieb fatalistisch. „Das ändert nichts an dem, was bisher passiert ist. Aber die Vorabzahlen sind raus und wir haben (einige) unserer Prognosen übertroffen. Und es hört sich so an, als ob wir eine Ankündigung über Entlassungen usw. um oder während des Gewinngesprächs bekommen werden“, schrieb der Mitarbeiter. „Ich verstehe, dass die Ruhephase am 31. Dezember 2021 begonnen hat, also ist das alles, was sie sagen können – aber das bedeutet auch, dass wir noch zwei Wochen lang in der Luft hängen.“

Dieser Text wurde von Mascha Wolf aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.