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Betrüger geben sich als Verbraucherzentrale aus

Achtung, neue Betrugsmasche: Im Namen der Verbraucherzentrale wollen Kriminelle Lottospieler unter Druck setzen und fordern hohe Zahlungen.

Lottospieler sind derzeit im Visier von Betrügern. (Bild: Getty Images)
Lottospieler sind derzeit im Visier von Betrügern. (Bild: Getty Images)

Immer wieder warnen die Verbraucherzentralen vor neuen, perfiden Abzockmaschen. Meist geben sich Kriminelle als Mitarbeiter großer Firmen aus oder verschicken E-Mails im Namen von Versandhäusern sowie Paketdienstleistern, um an sensible Daten oder das Geld der Kunden zu kommen.

Im Frühjahr und im Sommer dieses Jahres hatten Betrüger unter anderem auch verstärkt Lottospieler im Visier. Die bekamen Post, die angeblich von Anwaltskanzleien aus Großstädten wie Köln, München oder Hamburg stammten. Mit den als "Vorgerichtliche Mahnung" betitelten Schreiben sollten Empfänger unter Druck gesetzt werden und wurden aufgefordert, dreistellige Beträge zu begleichen, andernfalls würden Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung durch Gerichtsvollzieher, Pfändung der Bezüge oder weitere Schreckensszenarien eingeleitet.

Angeblich 7000 Euro Schulden

Nun warnt die Verbraucherzentrale erneut Lottospieler. Dieses Mal versuchen es die Betrüger nicht mit Drohschreiben, sondern wollen ihre Opfer am Telefon unter Druck setzen. Die Täter geben sich als Kanzlei der Verbraucherzentrale aus, wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen berichtet. Demnach behaupten die Anrufer, dass Verbraucher 7000 Euro Schulden bei einer Lotteriefirma hätten. Um die abzutragen, wird ein Vergleich angeboten. 2000 Euro sollen auf ein bestimmtes Konto überwiesen werden.

Die Verbraucherzentrale warnt: "Tun Sie das nicht. Diese Anrufe kommen NICHT von der Verbraucherzentrale."

Beratungsangebote und Inkasso-Check

Betroffene sollten sich keinesfalls am Telefon einschüchtern lassen und am besten einfach auflegen. Wer Zweifel an der Echtheit eines Anrufes hat, kann sich von der Verbraucherzentrale telefonisch, per Videochat oder direkt vor Ort beraten lassen. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Flattern angebliche Inkasso-Forderungen per Brief ins Haus, ist es auch möglich, über den kostenlosen Inkasso-Check der Verbraucherzentrale zu überprüfen, ob sie zahlen müssen und ob die Höhe der Kosten gerechtfertigt ist.

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