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Benzin, Diesel oder Strom: Mit welchem Auto fahrt ihr am billigsten?

·Lesedauer: 3 Min.
Eine Frau hält an einer Tankstelle eine Zapfpistole in der Hand und betankt ein Auto.
Eine Frau hält an einer Tankstelle eine Zapfpistole in der Hand und betankt ein Auto.

Ihr fahrt mit eurem Dieselwagen an eine Tankstelle und fragt euch: Wäre es billiger, ein E-Auto aufzuladen oder wäre sogar Benzin günstiger? Diese Frage bekommen Fahrer ab Oktober direkt beantwortet. Denn dann müssen große Tankstellen in Deutschland einen Energiekostenvergleich für verschiedene Antriebsarten aushängen.

Die Kunden sollen darauf die Kosten ablesen können, die – je nach Fahrzeuggröße – für 100 Kilometer mit verschiedenen Energieträgern von Wasserstoff über Strom bis Superbenzin fällig werden. Mit der Regelung setzt Deutschland eine EU-Vorgabe um.

Welche Energie ist für 100 Kilometer am günstigsten?

Ziel sei es laut Gesetzestext „künftige Kaufentscheidungen der Verbraucher bei der Personenkraftfahrzeugwahl zu unterstützen“. Der Gedanke dahinter: Der Verbraucher soll einfach vergleichen können, was ihn die Energie für 100 Kilometer mit verschiedenen Antriebsformen kostet. Das gelborangene Plakat des Wirtschaftsministeriums unterteilt in zwei Fahrzeuggrößen: Klein- und Kompaktwagen beziehungsweise Mittel- und Oberklasse.

Die Zahlen werden vierteljährlich vom Wirtschaftsministerium aktualisiert. Den aktuellen Werten zufolge stehen E-Autos am besten da: Für einen typischen Ober- oder Mittelklassewagen veranschlagt das Ministerium 4,84 Euro pro 100 Kilometer. Am teuersten unter den sieben genannten Energieträgern ist Superbenzin mit 11,42 Euro pro 100 Kilometern.

Verbände kritisieren geplanten Energiekostenvergleich

Der Mineralölwirtschaftsverband unterstütze alle Maßnahmen, die Klimaschutz und Transparenz für Verbraucher voranbringen, sagte Hauptgeschäftsführer Christian Küchen der Zeitung „Welt am Sonntag“. „Ob die geplante Energiepreis-Information an der Tankstelle dazu zählt, ist eher fraglich.“ Neben den Kraftstoffpreisen müsse man auch andere Faktoren kennen, um sich für eine Antriebsart zu entscheiden. „Das Potenzial, den Verbraucher umfassend über Kosten und Nutzen verschiedener Mobilitätsoptionen zu informieren, wird so leider nur zu einem sehr kleinen Teil ausgeschöpft“, sagte Küchen.

Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), in dem viele Ladesäulenbetreiber organisiert sind, sieht den geplanten Vergleich kritisch. Man begrüße zwar, dass Transparenz geschaffen werden solle. „Die Darstellung der Energiekosten schafft jedoch insbesondere mit Blick auf die Vergleichbarkeit fossil betriebener und E-Pkw keine tatsächliche Transparenz, sondern könnte vielmehr zu einer falschen Erwartung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern führen“, sagte eine BDEW-Sprecherin. So sei der Verbrauch im Stadtverkehr völlig anders als bei Autobahnfahrten.

Andere Kosten rund ums Auto werden ignoriert

Auch wenn die Werte auf den Cent genau ausgerechnet und angegeben werden, können es aus mehreren Gründen nur grobe Vergleichswerte sein. Zum einen fährt der Verbraucher, der das Plakat beim Tanken liest, wahrscheinlich ein anderes Auto mit einem anderen Verbrauch. Auch sein Fahrstil macht hier einen großen Unterschied.

Zudem werden für die Berechnung nach Auskunft des Bundeswirtschaftsministeriums derzeit die Durchschnittspreise des zweiten Quartals verwendet. Seither ist beispielsweise Diesel um rund 9 Cent pro Liter teurer geworden, wie sich aus Zahlen des ADAC ergibt.

Und schließlich ist es – wie der Name schon sagt – nur ein Vergleich der Energiekosten. Andere Kosten rund ums Auto wie Anschaffung, Reparaturen, Versicherung und Steuer bleiben naturgemäß außen vor, obwohl sie den Posten Energiekosten in der Regel deutlich übersteigen.

dpa

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