Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    12.645,75
    +102,69 (+0,82%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.198,86
    +27,45 (+0,87%)
     
  • Dow Jones 30

    28.335,57
    -28,09 (-0,10%)
     
  • Gold

    1.903,40
    -1,20 (-0,06%)
     
  • EUR/USD

    1,1868
    +0,0042 (+0,36%)
     
  • BTC-EUR

    10.939,94
    +68,21 (+0,63%)
     
  • CMC Crypto 200

    260,05
    -1,40 (-0,54%)
     
  • Öl (Brent)

    39,78
    -0,86 (-2,12%)
     
  • MDAX

    27.279,59
    +90,42 (+0,33%)
     
  • TecDAX

    3.028,89
    -23,22 (-0,76%)
     
  • SDAX

    12.372,64
    -5,62 (-0,05%)
     
  • Nikkei 225

    23.516,59
    +42,32 (+0,18%)
     
  • FTSE 100

    5.860,28
    +74,63 (+1,29%)
     
  • CAC 40

    4.909,64
    +58,26 (+1,20%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.548,28
    +42,28 (+0,37%)
     

Bahn sieht noch Gesprächsbedarf bei Frauenförderung

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Gesetzespläne für eine Frauenquote in Unternehmensvorständen stoßen auf Skepsis beim größten deutschen Staatskonzern. Die Deutsche Bahn bekenne sich ausdrücklich zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern und damit zu der Initiative der Bundesregierung, sagte eine Sprecherin am Freitag. Zugleich machte sie deutlich: "Die Deutsche Bahn hält neue bürokratische Hürden und dadurch entstehende Wettbewerbsnachteile für nicht zielführend." Um eine einvernehmliche Lösung zu erarbeiten, sei man in einem engen Austausch mit den verantwortlichen Ministerien.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte berichtet, die Bahn sperre sich gegen die Pläne. Es zitierte aus einem Schriftwechsel des Konzerns mit mehreren Bundesministerien. Demnach warnte die Bahn vor hohen Kosten durch zusätzliche Gleichstellungsbeauftragte und vor Schwierigkeiten, Fachkräfte in technisch-operativen Berufen zu finden. Eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums teilte mit, der Sachverhalt sei zutreffend dargestellt.

Die Bahn sprach dagegen von einer unzutreffenden und irreführenden Berichterstattung. Den Frauenanteil in Führungspositionen zu steigern, sei ein zentrales Anliegen des Konzernvorstands. 2018 habe die Bahn ihr Ziel von 20 Prozent Frauen in Führungspositionen vorzeitig erreicht, bis 2024 sollen des demnach 30 Prozent sein. "Ein hoher Frauenanteil in Spitzenpositionen ist nicht nur aus Gründen der Gleichberechtigung geboten, sondern zahlt sich auch als Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen aus", hob die Sprecherin hervor.

Firmen ab einer bestimmten Größe müssen seit 2016 frei werdende Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis mindestens ein Frauenanteil von 30 Prozent erreicht ist. Vorgaben für Vorstände gibt es bisher nicht. Familienministerin Franziska Giffey und Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatten dazu einen Gesetzentwurf vorgelegt, dagegen gibt es aber Widerstand in der Union. Ende August vereinbarte die Koalition, eine Arbeitsgruppe dazu einzusetzen.