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Bürgermeister: Türkisches und griechisches Boot kollidierten

·Lesedauer: 1 Min.

ATHEN (dpa-AFX) - Erneut ist es in der Ägäis zu Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei gekommen: Zwei Patrouillenboote der Küstenwachen beider Staaten seien in der Ägäis leicht seitlich kollidiert. Das sagte der Bürgermeister der nahegelegenen Insel Kalymnos, Dimitris Diakomichalis, dem griechischen Nachrichtensender Skai am Donnerstagmorgen. Der Zwischenfall hatte jedoch keine schweren Folgen, da niemand verletzt worden sei. "Sie haben sich so wie Fußballer sozusagen abgedrängt", sagte der Bürgermeister.

Der Zwischenfall ereignete sich am Vortag in der Nähe der umstrittenen Felseninseln Imia (türkisch: Kardak) und hing mit Streitigkeiten um Fischereirechte zusammen, wie der Bürgermeister der Insel Kalymnos weiter sagte. Kreise der griechischen Küstenwache spielten den Zwischenfall herunter, wie griechische Medien berichteten. Eine offizielle Erklärung gab es zunächst nicht.

Griechenland und die Türkei streiten sich seit Jahrzehnten um Hoheitsrechte in der Ägäis sowie den Umfang der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) im östlichen Mittelmeer. Die Spannungen nahmen in den vergangenen Monaten immer größere Dimensionen an. Im August 2020 hatte eine griechische Fregatte eine türkische gerammt.

1996 hatte der Streit um diese unbewohnten Felseninseln die beiden Nato-Staaten an den Rand eines Krieges gebracht. Ein bewaffneter Konflikt konnte im letzten Moment nach einer diplomatischen Intervention der USA abgewendet werden. Die EU und Berlin versuchen, die beiden Seiten an einem Tisch zu bringen.