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Ausweitung der EZB-Bondkäufe wohl erst im Dezember, keine Hast

Piotr Skolimowski
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank sehen gute Gründe dafür, ihre Nerven zu behalten - anstatt sich trotz der starken Konjunkturabkühlung und des Anstiegs der Coronavirus-Fälle eilig auf eine Ausweitung ihrer Notfallmaßnahmen einzulassen.

Auch wenn die zunehmende Anzahl an Neudiagnosen zu neuen sozialen Einschränkungen und einer Minderung der wirtschaftlichen Aktivität führe, seien die Notebanker wenig dazu geneigt, ihre Anleihekäufe bei dem Ratstreffen in diesem Monat auszuweiten, sagten mit den Überlegungen vertraute Personen. Sie wollten aufgrund der vertraulichen Debatten anonym bleiben.

Das bestärkt die Erwartung eines Beschlusses im Dezember - zumal der Rat in dem Monat auch seine neuen Projektionen für Wachstum und Inflation vorlegt. Und es gibt den Notenbankern mehr Zeit, den Konjunkturausblick abzuschätzen: Die US-Wahlen sollten entschieden sein, und auch die Unsicherheit über den europäische Aufbaufonds und den Brexit könnten sich in Luft aufgelöst haben.

Auch wäre es im Dezember einfacher, ein einstimmiges Votum für neue Impulse zu erzielen, sagte ein Vertreter aus dem Euroraum. Dies sei für EZB-Präsidentin Christine Lagarde ein wichtiger Gesichtspunkt. Sie hatte die Notwendigkeit der Konsensbildung bei geldpolitischen Entscheidungen betont, nachdem sie von ihrem Vorgänger Mario Draghi einen geteilten Rat geerbt hatte.

Ein EZB-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

“Unter Draghi haben sie vielleicht schon auf den Schritt gedrängt, aber unter Lagarde ist die EZB einvernehmlicher”, sagte Nick Kounis, Leiter der makroökonomischen Forschung bei ABN Amro NV in Amsterdam. “Sie müssen auf weitere Informationen warten, um ihre Reaktion besser zu justieren. Wenn es eine Spaltung gäbe, bräuchte es Zeit, um wieder einen Konsens zu erzielen. Ich denke also, Lagarde ist noch nicht diejenige, die auf Maßnahmen drängt.”

Ökonomen gehen davon aus, dass die EZB ihr Notkaufprogramm für Anleihen im Volumen von 1,35 Billionen Euro vor Jahresende aufstocken wird. Der Ankauf soll nach aktuellem Stand bis Mitte 2021 laufen. Da bislang weniger als die Hälfte der Mittel ausgegeben wurden, gibt es auch keinen unmittelbaren Grund, sich zu beeilen - wie Vizepräsident Luis de Guindos diese Woche argumentierte.

“Wir werden im Dezember neue Projektionen haben und neu bewerten, wie geeignet und angemessen das Paket gemäß den neuen Projektionen ist”, sagte er.

Überschrift des Artikels im Original:ECB Sees Reason Not to Rush Stimulus Despite New Virus Threat

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