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Aufgrund der hohen Immobilienpreise: Türkische Notenbankchefin zieht wieder bei ihren Eltern ein

Hafize Gaye Erkan war viele Jahre in der amerikanischen Finanzbranche tätig, seit Juni ist sie die Chefin der türkischen Zentralbank. - Copyright: picture alliance / AA | Mustafa Ciftci
Hafize Gaye Erkan war viele Jahre in der amerikanischen Finanzbranche tätig, seit Juni ist sie die Chefin der türkischen Zentralbank. - Copyright: picture alliance / AA | Mustafa Ciftci

Der wirtschaftlichen und politischen Führung wird oft mangelndes Verständnis für die Probleme des „einfachen Volkes“ vorgeworfen. Doch in der Türkei hat die Inflation inzwischen so drastische Auswirkungen, dass selbst die mächtigste Bankerin des Landes nicht verschont bleibt.

Chefin der türkischen Zentralbank findet keine Wohnung

Hafize Gaye Erkan ist seit Juni Chefin der türkischen Zentralbank. Sie verfügt über langjährige Erfahrung im amerikanischen Finanzsektor, wo sie ebenfalls in leitenden Positionen tätig war. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet, sagte Erkan in einem Interview mit der Zeitung "Hürriyet", sie habe in Istanbul keine Wohnung finden können. Die Notenbankchefin sei wieder bei ihren Eltern eingezogen.

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Das zeigt, wie angespannt die Situation ist. Laut dem Portal "Duvar English" beträgt Erkans Grundgehalt 161.000 Türkische Lira (rund 5100 Euro) pro Monat – ein Vielfaches des Mindestlohns, der bei 11.402 Lira (rund 460 Euro) liegt.

Inflation belastet den Mietmarkt

Die türkische Wirtschaft leidet seit geraumer Zeit unter einer sehr hohen Inflation. Im November lag die Teuerungsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 62 Prozent. Eine Studie der Bahçesehir-Universität habe zudem ergeben, dass die Mieten in Istanbul in diesem Zeitraum um 77,1 Prozent gestiegen seien, schreibt die Zeitung.

Als Gegenmaßnahme versuche die türkische Regierung nun, die Mietsteigerungen auf 25 Prozent zu begrenzen. Doch Experten zufolge hat diese Maßnahme die Situation nur verschlimmert. Vermieter würden nun mit allen Mitteln versuchen, ihre Mieter loszuwerden, um ihre Immobilien zu stark erhöhten Preisen neu zu vermieten.

Ähnliche Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt?

Erkans Situation weist Parallelen zu einem Vorfall in Berlin auf. Im Mai 2022 war Kevin Kühnert, Generalsekretär der SPD, zu Gast im Podcast "Checkpoint" des "Tagesspiegels". Dort erzählte er, dass er seit über einem Jahr auf der Suche nach einer neuen Wohnung sei. Da er als Bundestagsabgeordneter nicht schlecht verdiene, scheitere es in seinem Fall am fehlenden Angebot.

aeh