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Außerordentliche Osram-Hauptversammlung: Mehr als 100 Fragen

·Lesedauer: 1 Min.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Osram <DE000LED4000> steht eine schwierige außerordentliche Hauptversammlung bevor. Am Dienstag ab 10.00 Uhr sollen die Aktionäre über den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit dem Mehrheitseigner AMS <AT0000A18XM4> entscheiden, der das Ende von Osrams Eigenständigkeit besiegelt. Zwar gilt die Zustimmung angesichts des vom österreichischen Sensorspezialisten gehaltenen Anteils als sicher, doch die Osram-Spitze wird sich vielen Fragen stellen müssen. In Kreisen heißt es, dass mehr als 100 Fragen von Aktionären eingegangen sind.

Viele Fragen, die bei der virtuell durchgeführten Hauptversammlung vorgelesen werden, sollen sich mit dem Wertgutachten zum Abfindungsangebot für die verbliebenen Aktionäre befassen. Erst am Montag war das Angebot aus technischen Gründen um 89 Cent auf 45,54 Euro je Anteil erhöht worden. Aktionäre müssen es nicht annehmen - sie können ihre Anteile auch behalten und eine garantierte Dividende erhalten.

AMS hält den letzten vorliegenden Informationen zufolge rund 71 Prozent an Osram. Zwar sind für den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag 75 Prozent der anwesenden Stimmen notwendig, doch erfahrungsgemäß sind bei Hauptversammlungen nie alle Stimmen präsent. Dass AMS die Abstimmung verliert, gilt daher als äußerst unwahrscheinlich. Stimmt die Hauptversammlung dem Vertrag zu, wird er voraussichtlich in einigen Wochen gültig.

AMS hat die Mehrheit an Osram nach einem langen Übernahmekrimi erst im zweiten Versuch erreicht. Im Dezember 2019 war ein Angebot der Österreicher erfolgreich. AMS ist zwar kleiner als Osram, aber deutlich profitabler als der kriselnde Münchner Lichtkonzern, der zuletzt tiefrote Zahlen vorgelegt hat.