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Außenhandelsverband pessimistisch: Im Moment fehlen Impulse

BERLIN (dpa-AFX) -Der Außenhandelsverband BGA blickt mit großer Skepsis in die Zukunft. Nach einer Umfrage des Verbands rechnen mehr als 60 Prozent der Unternehmen für das laufende Jahr mit einem rückläufigen (57 Prozent) oder stark rückläufigen (6 Prozent) Außenhandel. "Nur gut jedes zwanzigste Unternehmen geht noch von einer besseren Entwicklung aus", sagte Dirk Jandura, der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), am Mittwoch in Berlin. Der Bundesregierung warf er vor, zu wenig zu tun, um Bürokratie für Unternehmen zu verringern. "Es hilft nicht, immer wieder den Bürokratieabbau anzukündigen und zugleich mit jedem Gesetz zusätzliche Hürden und Berichtspflichten einzuführen", sagte Jandura.

Für den weiteren Jahresverlauf geht der Verband davon aus, dass der deutsche Außenhandel in seinem Umfang "bestenfalls" stagnieren wird. Im dritten und vierten Quartal könnte es aber auch noch deutlich schlechter werden, sagte Jandura. "Uns fehlen im Moment die Impulse." Alexander Hoeckle, beim BGA zuständig für den Bereich Außenwirtschaft und Zoll, sagte, dass die Chemieindustrie wegen hoher Energiepreise und der Maschinenbau wegen geringer Nachfrage im Ausland derzeit beim Export Probleme hätten. "Die einzigen, die einigermaßen positiv nach vorne schauen, sind Elektronik und IT", sagte Hoeckle.

Mit Blick auf den wichtigen Handelspartner China kritisierte Jandura, dass in der deutschen China-Strategie ein Regulierungswahn überwiege, der praxisfremd und oberlehrerhaft sei. "Wenn der Staat jetzt auch noch regulieren will, welche Investitionen im Ausland genehm sind und welche nicht, hat das mit freiem Unternehmertum in einer freien sozialen Marktwirtschaft nur noch wenig zu tun", sagte Jandura. Man müsse aufpassen, dass sich China nicht von Deutschland als Handelspartner entkopple. "Dann gehen hier in Deutschland buchstäblich die Lichter aus. Wir brauchen ein Umdenken, ein Rückbesinnen in der Bundesregierung", sagte Jandura.