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Altmaier: Missstände in Fleischindustrie angehen

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BERLIN (dpa-AFX) - Nach Coronavirus-Ausbrüchen in Schlachtbetrieben hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zugesichert, dass gegen Missstände in der Fleischindustrie vorgegangen werden soll. "Die Versorgung mit Lebensmitteln ist ein hohes Gut und ich möchte, dass das Vertrauen an Lebensmitteln und an Fleisch "made in Germany" erhalten bleibt", sagte der CDU-Politiker dem Deutschlandfunk. Das bedeute, "dass wir auch dafür sorgen, dass Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden und dass die Missstände abgestellt werden, indem man entsprechende Veränderungen trifft".

Altmaier hob nach Angaben des Deutschlandfunks hervor, dies gelte nicht nur für Werkverträge mit osteuropäischen Arbeitnehmern, sondern auch für die Unterbringung und die Arbeitsbedingungen vor Ort. Bei den Werkverträgen hatte die Bundesregierung bereits vor rund einem Monat Konsequenzen angekündigt: Das Schlachten und Verarbeiten von Fleisch soll ab 1. Januar 2021 nur noch mit Arbeitnehmern des eigenen Betriebes zulässig sein. "Ich halte es für richtig, dass wir diese Missstände angehen, wir werden sie angehen", sagte Altmaier.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass es unter den Mitarbeitern des größten deutschen Schlachtbetriebs von Tönnies bei Rheda-Wiedenbrück zu einem Ausbruch mit vielen Corona-Infizierten gekommen ist. Bereits im Mai war es bei auf einem Schlachthof von Westfleisch im Kreis Coesfeld zu einem Corona-Ausbruch gekommen.