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Allianz sieht erste Cyber-Schäden wegen Home Office in Pandemie

Stephan Kahl
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Nachdem die Home-Office-Quote bei vielen Unternehmen wegen der Coronakrise gestiegen ist, verzeichnet der Versicherer Allianz SE erste Schäden durch die Umstellung auf die Heimarbeit.

Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), der Industrieversicherer des Konzerns, hat “einige erste Cyber-Schadenfälle beobachtet, die indirekt auf die Pandemie zurückzuführen sind”. Das erklärte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorstellung einer Studie zu Cyber-Versicherungen. Als Beispiel nannte es Schadsoftware-Angriffe bei der Arbeit daheim.

Die enorme Zunahme des Home Office infolge der Coronakrise begünstigt laut AGCS viele Cyber-Angriffe und schafft neue Möglichkeiten für Kriminelle, sich Zugang zu Netzwerken und sensiblen Informationen zu verschaffen - etwa deshalb, weil diese im heimischen Umfeld nicht so gut geschützt seien wie im Büro.

Die Zahl der Cyberversicherungs-Schäden, die bei der AGCS eingingen, war zuletzt deutlich angestiegen: von 77 im Jahr 2016 auf 809 im Jahr 2019. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahr wurden der AGCS bereits 770 Schäden gemeldet.

Der Anstieg ist zum Teil aber auch darauf zurückzuführen, dass mehr solcher Versicherungen verkauft wurden. AGCS startete 2013 mit dem Angebot von eigenständigen Cyberversicherungen und erwirtschaftete 2019 weltweit mehr als 100 Millionen Euro an Bruttoprämieneinnahmen in diesem Segment.

Besonders hoch ist die Home-Office-Quote bei deutschen Banken. In Spitzenzeiten lag sie bei 90%. Angesichts der erneuten Verschärfung der Coronakrise hatten zuletzt unter anderem die BayernLB und die Deutsche Bank AG durchblicken lassen, dass wieder mehr Kollegen von daheim tätig sind.

(Ergänzt um Home Office bei Banken im letzten Absatz)

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©2020 Bloomberg L.P.