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Alibaba rechnet bei Börsengang in Hongkong mit elf Milliarden Dollar

Es ist der größte IPO in der Finanzmetropole seit 2010 und einer der größten weltweit in diesem Jahr. Wegen der Unruhen wurden die Pläne verschoben.


Der chinesische Onlinehändler Alibaba plant seinen Börsengang in Hongkong im Volumen von umgerechnet rund elf Milliarden Dollar (88 Milliarden Hongkong-Dollar). Damit bliebe der Amazon-Rivale hinter den Erwartungen zurück: In Medienberichten war zuletzt über Summen von 15 Milliarden Dollar spekuliert worden.

In der ehemaligen britischen Kronkolonie ist die Zweitplatzierung von Alibaba der größte Aktienverkauf seit 2010 und einer der größten weltweit in diesem Jahr.

Alibaba gibt 500 Millionen Anteilsscheine zu je 176 Hongkong-Dollar aus, wie das Unternehmen an diesem Mittwoch mitteilte. Das entspricht einem Abschlag von 2,9 Prozent auf den Schlusskurs der Aktien in New York am vergangenen Dienstag. In Hongkong sollen die neuen Anteilsscheine ab dem 26. November gehandelt werden.

Der IPO (Initial public offering) fällt in eine Zeit, in der Hongkongs Wirtschaft von den Straßenprotesten erschüttert wird, die sich seit Monaten gegen die Einflussnahme Chinas richten und zunehmend von Gewalt geprägt sind. Alibaba bezeichnete den Börsengang als einen Vertrauensbeweis in die Finanzmetropole.

Der Gang nach Hongkong dürfte zugleich Verantwortliche in Peking zufriedenstellen, die sich ein Listing chinesischer Firmen in Heimatnähe wünschen.

Die Zweitplatzierung war eigentlich schon im Sommer geplant gewesen, wurde aber wegen der Proteste und des Handelskonflikts zwischen den USA und China verschoben.