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Aktien New York: Kurse lahmen weiter - Anleger agieren vorsichtiger

NEW YORK (dpa-AFX) -Nach einem verhaltenen Wochenauftakt kommen die New Yorker Aktienkurse auch am Dienstag nicht in Schwung. Infolge der Beilegung des US-Schuldenstreits stehen neuerdings die unsicheren Konjunkturperspektiven und der am 14. Juni erwartete Zinsentscheid der US-Notenbank Fed im Mittelpunkt des Interesses. Anleger agieren deshalb wieder vorsichtiger.

Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 zeigte sich zwei Stunden vor Schloss 0,2 Prozent tiefer bei 33 486,26 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 0,12 Prozent auf 14 538,54 Zähler bergab. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072, der an der Schwelle dazu steht, per geläufiger Definition wieder in einen "Bullenmarkt" einzutreten, lag mit 4273,53 Zählern denkbar knapp im Minus.

Neuerdings ist es das Credo der Anleger, dass die konjunkturellen Risiken durch den US-Schuldendeal nicht kleiner geworden sind. "Der Kompromiss in den USA sieht eine spürbare Reduzierung der Staatsausgaben vor, was die Wahrscheinlichkeit einer Rezession erhöht", hieß es am Dienstag vom Chefvolkswirt der LBBW, Moritz Krämer.

Außerdem gibt es Zweifel daran, ob die Fed wirklich schon am Ende ihres Zinszyklus steht. Der UBS-Ökonom Jonathan Pingle erwartet zwar Mitte Juni zunächst keine Zinserhöhung, sehr wohl aber dann im Juli. Er verwies dabei auf die im Mai nach wie vor hohe Inflation und die zuletzt robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten. Den Zeitpunkt für eine von ihm erwartete Zinssenkung schob er in einer Studie auf Dezember nach hinten.

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Auf Unternehmensseite bleiben Kryptobörsen im Fokus: Nach der Binance-Plattform wirft die US-Börsenaufsicht SEC nun auch Coinbase Verstöße gegen das Wertpapiergesetz vor. Das Unternehmen habe Anlagen zum Handel angeboten, die als Wertpapiere hätten registriert werden müssen, hieß es in der Klageschrift. Coinbase betreibe eine illegale Wertpapierhandelsbörse und führe dabei auch bestimmte andere Finanzdienstleistungen ohne nötige Zulassung aus.

Experte Mark Palmer von der Berenberg Bank betonte, in der Sache stehe für Coinbase ein erheblicher Umsatzteil auf dem Spiel. Die Aktien, die am Vortag wegen einer ähnlichen Klage gegen Binance schon 9 Prozent verloren hatten, sackten nun weiter ab um 13 Prozent. Zeitweise waren sie sogar um mehr als 20 Prozent eingebrochen auf das tiefste Niveau seit Mitte Januar.

Die Anteilsscheine von Mobileye US60741F1049 sanken um zwei Prozent, nachdem der Chiphersteller Intel US4581401001 angekündigt hatte, Papiere im Wert von 1,5 Milliarden Dollar abzustoßen. Intels Anteil an dem Entwickler von Fahrassistenzsystemen bleibt damit aber immer noch nahe 90 Prozent.

Auch beim Gesundheitsdienstleister GE Healthcare US36266G1076 will der Großaktionär weitere Anteile verkaufen. Hier mussten die Anleger aber nur einen leichten Kursrückgang um 0,7 Prozent verkraften. Der Mischkonzern General Electric US3696041033 (GE) hatte angekündigt, den Mittelzufluss zum Abbau der Verschuldung nutzen zu wollen. Seine Aktien gewannen ein Prozent hinzu.

Bei Apple US0378331005 stellt sich derweil nach der Vorstellung einer neuen Computerbrille am Vortag die Frage, wo angesichts der hohen Bewertung die nächsten Kursimpulse herkommen sollen. Nach einem vorübergehenden Rekordhoch hatten am Vortag schon Gewinnmitnahmen eingesetzt, die am Dienstag weiter gingen. Zuletzt betrug das Minus ein halbes Prozent. Papiere des Flugzeugbauers Boeing drehten ins Minus und verloren 2,3 Prozent, weil es erneut Lieferverzögerungen wegen neuer Probleme bei bestimmten Flugzeugtypen geben dürfte.

Etwas Aufsehen erregte noch, dass ein Streit der großen Golf-Organisationen PGA Tour und DP World Tour mit der aus Saudi-Arabien finanzierten LIV Tour überraschend beigelegt wurde. Vereinbart wurde eine zukünftige Partnerschaft, die den Golfsport vereinheitlichen soll. Auf die Sportart fokussierte Aktien wie etwa Topgolf Callaway Brands US1311931042 oder Acushnet Holdings US0050981085 profitierten davon mit Anstiegen um bis zu fünf Prozent.