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Aktien Frankfurt: Freundlicher Wochenauftakt

FRANKFURT (dpa-AFX) -Dank positiver Vorgaben aus den USA und Asien hat der deutsche Aktienmarkt am Pfingstmontag bei geringem Handelsvolumen etwas Fahrt aufgenommen. Im Vorfeld der in dieser Woche anstehenden Quartalszahlen des Halbleiterkonzerns Nvidia US67066G1040, einiger US-Konjunkturdaten und dem Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung lehnten sich die Marktakteure nicht zu weit aus dem Fenster, bemerkte Marktexperte Andreas Lipkow.

Der Dax DE0008469008 notierte am Nachmittag 0,48 Prozent höher bei 18 795,05 Punkten. In der Vorwoche hatte der Leitindex mit einem Wochenverlust von rund 0,4 Prozent leicht nachgegeben, nachdem er zwischenzeitlich mit 18 892 Punkten ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Werte kletterte am Montag um 0,46 Prozent auf 27 566,22 Zähler nach oben. Der EuroStoxx 50 EU0009658145, das Leitbarometer der Eurozone, gewann rund 0,2 Prozent.

Aus Branchensicht standen Autowerte im Anlegerfokus, nachdem die Analysten von Morgan Stanley einige Umstufungen vorgenommen hatten. So hoben sie die Aktien von Mercedes-Benz DE0007100000 auf 'Overweight' und senkten die Papiere der Porsche AG DE000PAG9113 und die Vorzugsaktien von Volkswagen DE0007664039 jeweils auf 'Underweight'. Für den Autosektor nahmen die Experten der US-Investmentbank eine "vorsichtige" Haltung ein.

Die Mercedes-Aktien sanken um 0,4 Prozent. Zwar litten auch die Stuttgarter unter einem gewissen Margendruck, der aber bereits ein Stück weit eingepreist sei, hieß es. Zudem sorge das "aggressive Aktienrückkaufprogramm" für eine attraktive Anlagerendite. Bei Volkswagen und der Porsche AG halten die Experten die Ergebniserwartungen am Markt für zu hoch. Moniert wurde bei beiden die hohe Abhängigkeit vom China-Geschäft sowie geringe Möglichkeiten, Entwicklungskosten zu senken. VW fielen um 0,5 Prozent und Porsche AG um 1,1 Prozent.

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Die Titel von Siemens Energy DE000ENER6Y0 verloren als Dax-Schlusslicht 1,2 Prozent. Der Energietechnikkonzern will einem Pressebericht zufolge die indische Windturbinensparte seiner Tochter Siemens Gamesa Renewable Energy verkaufen. Die Bewertung des Geschäfts bei der Transaktion liege bei einer Milliarde US-Dollar, berichtete die indische Wirtschaftszeitung Mint am Freitag auf ihrer Internetseite unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dem Bericht zufolge liegt der Jahresumsatz der Sparte bei 700 Millionen Dollar.

Ein Schiedsgericht in St. Petersburg hat der Nachrichtenagentur Tass zufolge die Vermögen mehrerer Banken, darunter der Deutschen Bank DE0005140008 und der Commerzbank DE000CBK1001, in Russland eingefroren. Die Maßnahme erfolge auf Antrag von RusChimAllianz, einer Gazprom-Tochter US3682872078 zum Betrieb eines LNG-Terminals an der Ostsee, die gegen die Deutsche Bank Ansprüche von rund 239 Millionen Euro und gegen die Commerzbank von rund 95 Millionen Euro erhebt. Die Aktien beider Geldhäuser reagierten moderat auf die Nachricht.

Die Anteilsscheine von Takkt DE0007446007 notierten vorwiegend optisch 7,6 Prozent im Minus, denn sie wurden ex Dividende gehandelt. Ohne den Dividendenabschlag von einem Euro würde sich der Verlust auf rund ein halbes Prozent belaufen.

Der Euro EU0009652759 bewegte sich kaum und kostete zuletzt 1,0858 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,0844 (Donnerstag: 1,0866) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9221 Euro gekostet.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,54 Prozent am Freitag auf 2,58 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 fiel um 0,19 Prozent auf 124,26 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 sank um 0,04 Prozent auf 130,64 Zähler./edh/men

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---