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Aktien Frankfurt: Dax stabilisiert sich - Immobilienwerte sehr gefragt

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der schwachen Vorwoche hat der Dax <DE0008469008> am Montag wieder zugelegt. Der deutsche Leitindex stieg bis zum Mittag um 1,2 Prozent auf 13 600 Punkte. In der Vorwoche hatte der Dax unter starken Schwankungen über drei Prozent verloren. Für das noch junge Jahr rutschte er damit wieder ins Minus.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Werte zog am Montag um gut ein Prozent an auf 31 404 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> gewann 1,3 Prozent.

Für Unsicherheit und starke Kursschwankungen sorgt auch hierzulande der "absurde Kurskrieg um Gamestop & Co", wie es die Landesbank Baden-Württemberg nennt. Es findet ein Kräftemessen zwischen professionellen Leerverkäufern und privaten Anlegern statt, die sich zuvor in einem Internet-Forum mobilisiert haben. Allgemein stehen daher Werte im Fokus, in denen große Spekulanten auf fallende Kurse setzen.

Ein Spielball sind die Papiere von Varta <DE000A0TGJ55>, die in der Vorwoche zeitweise um über ein Drittel nach oben geschossen waren. Zu Wochenbeginn rutschten die Anteile des Batterieherstellers um fast zehn Prozent ab, nachdem sich die Leerverkäufer in der Vorwoche wohl zumindest größtenteils zurückgezogen haben. Den Silberpreis trieben ähnliche Spekulationen derweil zu Wochenbeginn auf das höchste Niveau seit Anfang 2013.

Nach einer Branchenstudie der Investmentbank Barclays standen zudem Immobilienwerte im Fokus - vor allem Aktien von Wohnimmobilien-Unternehmen, die der Analyst Sander Bunck weiter präferiert. Für Deutsche Wohnen <DE000A0HN5C6> und Grand City Properties <LU0775917882> sprach der Experte Empfehlungen aus, was den Papieren kräftig Auftrieb gab. Deutsche Wohnen waren mit über 3 Prozent Plus bester Dax-Wert.

Eine zurückhaltendere Meinung des Experten Daniel Grigat von Stiefel Europe beschleunigte indes die Talfahrt von FMC <DE0005785802> auf das tiefste Niveau seit April 2020. Der Markt für den Dialysespezialisten habe die Talsohle noch nicht erreicht, so Grigat. Auch Anteilsscheine der Konzernmutter Fresenius präsentierten sich schwach. Sartorius <DE0007165631> gewannen derweil nach einer Empfehlung der Deutschen Bank deutlich.

Im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> kletterten Stabilus <LU1066226637> nach Geschäftszahlen um 4 Prozent. Der Zulieferer profitierte zum Auftakt des seit Oktober laufenden Geschäftsjahres 2020/21 von einer Erholung der Automärkte.

Einen kräftigen Dämpfer erhielten die Neuaufstellungshoffnungen von Heidelberger Druck <DE0007314007>, was die in keinem großen Index mehr gelisteten Aktien prozentual zweistellig belastete. Ihr Verkauf der Gallus-Gruppe an die schweizerische Benpac Holding wird nun doch nicht vollzogen. Als Grund wurde eine überraschend nicht geleistete Kaufpreis-Zahlung genannt.