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Aktien Frankfurt: Dax stabil nach Anstieg gegen 16 300 Punkte

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat am Mittwoch seinen Rekordlauf in gemächlichem Tempo fortgesetzt. Die Marke von 16 300 Punkten rückt immer näher. Der im Vergleich zum US-Dollar weiter schwächelnde Euro und die Ölpreisschwäche stützten die europäischen Börsen insgesamt, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

Bis zur Mittagszeit bröckelten die moderaten Gewinne zwar etwas ab, das deutsche Börsenbarometer hielt sich aber mit plus 0,08 Prozent auf 16 260,29 Punkte weiter stabil. Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsentitel gewann zugleich 0,24 Prozent auf 36 286,88 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> zeigte sich mit plus 0,04 Prozent kaum verändert.

"Die Stimmung auf dem Parkett ist weiterhin exzellent", schrieb der Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Noch immer gibt es keine Antwort auf die Frage, wie hoch der Dax noch steigen kann." Aus technischer Sicht sei er inzwischen allerdings massiv überkauft.

Unter den Einzelwerten zogen im Dax vor allem die Aktien von Siemens Healthineers <DE000SHL1006> und Volkswagen <DE0007664039> die Blicke auf sich. Der Medizintechnikkonzern setzte sich anlässlich seines Kapitalmarkttages noch etwas höhere Mittelfristziele, als bereits erwartet wurde. Die Papiere sprangen daraufhin auf ein Rekordhoch und setzten sich an der Index-Spitze fest, wo sie zuletzt um 4,4 Prozent zulegten. Die Anteile der Muttergesellschaft Siemens <DE0007236101> profitierten ebenfalls und erreichten ein Rekordhoch. Zuletzt stiegen sie um 0,6 Prozent.

VW <DE0007664039> indes gaben am Ende des Kurszettels um 1,4 Prozent nach. Sie litten unter einer Abstufung durch die französische Investmentbank Exane BNP auf "Underperform".

Im MDax zogen die schwer gebeutelten Anteile von Auto1 <DE000A2LQ884> mit plus 5,5 Prozent an die Index-Spitze, denn der Online-Gebrauchtwagenhändler legte starke Quartalszahlen vor und hob zudem erneut seine Umsatzprognose an. Auto1 war erst Anfang des Jahres an die Börse gegangen, hatte damit bisher allerdings wenig Glück. Im Oktober erreichten die Papiere ein Rekordtief und versuchen sich seither davon zu erholen.

Aussagen des Versicherers Talanx <DE000TLX1005> anlässlich seines Kapitalmarkttages bewegten die Aktien kaum. Sie stiegen um marktkonforme 0,4 Prozent. Talanx will sein Geschäft in der Erstversicherung in den kommenden Jahren kräftig ausbauen und deutlich profitabler machen. Händler nannten die Aussagen "leicht positiv".

Für Basler <DE0005102008> ging es im SDax <DE0009653386> um 2,8 Prozent abwärts. Ein Händler sprach von Verunsicherung, nachdem der Spezialist für maschinelles Sehen am Vorabend mitgeteilt hatte, Ziel einer Cyberattacke geworden zu sein. Basler geht allerdings davon aus, die Störungen und die damit einhergehenden Betriebsunterbrechungen wahrscheinlich so beheben zu können, dass die Jahresprognose nicht gefährdet ist.

Dass die Citigroup ihr Anlageurteil für die Deutsche Pfandbriefbank <DE0008019001> auf "Sell" senkte, trug den Aktien der Spezialbank für Immobilienfinanzierung und Öffentliche Investitionsfinanzierung ein Minus von 2,5 Prozent ein. Home24 <DE000A14KEB5> und Westwing <DE000A2N4H07> dagegen nahmen mit Gewinnen zwischen 9 und 11 Prozent die SDax-Spitze ein, denn das Investmenthaus Jefferies startete die Bewertung der beiden Unternehmen mit "Buy"./ck/stk

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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