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Aktien Frankfurt Ausblick: Nach Pause strebt Dax wieder über 14 500 Punkte

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem verhaltenen Wochenstart dürfte es am deutschen Aktienmarkt am Dienstag wieder klarer aufwärts gehen. Dabei sollte der Dax <DE0008469008> die Marke von 14 500 Punkten überwinden, die er tags zuvor untersschritten hatte. Knapp eine Stunde vor Handelsstart signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator den deutschen Leitindex 0,3 Prozent im Plus bei 14 505 Punkten. Damit bleibt der Dax in Sichtweite des Rekordhochs von 14 595 Punkten aus der Vorwoche. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone wird am Dienstag 0,4 Prozent höher erwartet.

An der Wall Street setzte sich die Rekordserie im Dow Jones Industrial <US2605661048> fort und bei erholten Technologiewerten zog auch der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> nach. Der Optimismus über das von US-Präsident Joe Biden unterzeichnete billionenschwere Corona-Hilfspaket für die Wirtschaft sowie besser als von Experten erwartete Konjunkturdaten gaben ordentlich Rückenwind.

Die Anleger setzen weiter auf einen "Post-Virus Boom", erklärte Marktstratege Stephen Innes von Axi. Dabei vertrauten sie auch auf eine maßvolle Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Zuletzt hatten Inflationssorgen und ein Renditeanstieg punktuell immer wieder für Unruhe gesorgt.

Unter den Einzelwerten dürften die Volkswagen-Vorzugsaktien <DE0007664039> im Blickpunkt stehen. Der Volkswagen-Konzern will in den kommenden Jahren unter anderem mit dem Ausbau der Plattformstrategie möglichst früh wieder zu alter Gewinnstärke zurückfinden. VW strebt eine weitere höhere Profitabilität an und verfolgt das Ziel, schnellstmöglich in den Zielkorridor von 7 bis 8 Prozent für die operative Umsatzrendite zurückzukehren. Vergangenes Jahr war dieser Wert wegen der Corona-Krise von 7,6 Prozent auf 4,8 Prozent gefallen. In diesem Jahr peilt das Management 5,0 bis 6,5 Prozent an. Auf der Handelsplattform Tradegate gewannen die VW-Vorzüge zuletzt 1,5 Prozent.

Der Energiekonzern RWE <DE0007037129> rechnet wegen des extremen Kälteeinbruchs in den USA vor einigen Wochen im laufenden Jahr mit einem geringeren Ergebnis. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll auf 2,65 bis 3,05 Milliarden Euro sinken. Die Dividende will der Konzern wegen der guten Finanzlage im laufenden Jahr allerdings erhöhen: Die Aktionäre sollen für 2021 je Aktie 0,90 Euro erhalten. Der Ausblick entspricht in etwa den Erwartungen der Analysten, nur beim bereinigten Ebitda lagen die Schätzungen ein wenig höher. RWE-Papiere sanken auf Tradegate um 0,2 Prozent.

Der Geschäftseinbruch und der Abbau Tausender Arbeitsplätze in der Corona-Krise haben den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport <DE0005773303> 2020 tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Verlust von knapp 658 Millionen Euro nach einem Gewinn von rund 421 Millionen ein Jahr zuvor. Auch für das neue Jahr sagt Vorstandschef Stefan Schulte rote Zahlen voraus. So erwartet er an Deutschlands größtem Flughafen in diesem Jahr unter 20 bis 25 Millionen Passagiere und damit weniger als noch im Herbst vorausgesagt. Die Fraport-Anteilsscheine fielen auf Tradegate um 1,4 Prozent.

Wacker Chemie <DE000WCH8881> traut sich wegen der fortgesetzten Konjunkturerholung und guter Geschäfte mit der Solarindustrie 2021 ein Umsatz- und Gewinnplus zu. Konzernchef Rudolf Staudigl rechnet mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Nach einem deutlichen Rückgang im Corona-Jahr 2020 soll der operative Gewinn am oberen Ende der Spanne etwas über dem Niveau von 2019 liegen. Analysten hatten bereits auf deutlichen Gegenwind durch steigende Rohstoffkosten verwiesen. Die Wacker-Aktien büßten auf Tradegate 2,9 Prozent ein.

Trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr schlägt die Software AG <DE000A2GS401> eine stabile Dividendenzahlung vor. Mit 0,76 Euro je Aktie soll die Ausschüttung für 2020 genau so hoch sein wie im Jahr davor. Damit erhöhe sich die Ausschüttungsquote gemessen am freien Barmittelzufluss und dem Konzernüberschuss, hieß es. Das Management betrachte dies als vorübergehenden Effekt wegen der Umstellung des Geschäftsmodells auf Abonnement-Erlöse. Auf Tradegate stiegen die Papiere um 0,7 Prozent.