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AKTIE IM FOKUS: Starke Aufträge und Umsäzte helfen Siemens Energy an Dax-Spitze

FRANKFURT (dpa-AFX) -Eine deutlich aufgehellte Auftragslage bei Siemens DE0007236101 Energy DE000ENER6Y0 hat am Montag das nach wie vor schwache Windturbinen-Geschäft des Energietechnikkonzerns verdrängt. Die Aktien von Siemens Energy legten als Reaktion auf frische Zahlen und aktualisierte Jahresziele nach einem zunächst schwächeren Start zu. Mit einem Kursplus von bis zu 3,6 Prozent auf 23,19 Euro erklommen sie das höchste Niveau seit Anfang 2022 und setzten sich an die Dax DE0008469008-Spitze.

Analyst Vivek Midha von der Citigroup hatte ungeachtet der Schattenseiten, die im Zahlenwerk und im Ausblick von Siemens Energy auch zu finden waren, bereits eine positive Reaktion der Anleger erwartet. Er hob - wie unter anderem auch Analyst Akash Gupta von JPMorgan - vor allem den starken Auftragseingang und die Umsatzentwicklung hervor. Hier habe man die Erwartungen am Markt um Längen geschlagen, und zudem "stand das Wachstum auf relativ breiter Basis", lobte er. Mit Ausnahme der Windturbinen-Sparte Siemens Gamesa hätten sich alle Geschäftsbereiche im zweiten Quartal gut entwickelt, was sich nun in der angehobenen Umsatzprognose widerspiegele.

Dass wegen der Tochter Siemens Gamesa das Margenziel an das untere Ende der von Siemens Energy angegebenen Jahresspanne für 2022/23 gesenkt wurde, hält Midha für nicht so problematisch. Der Blick nach vorn sei entscheidender als der zurück. Und das Management von Siemens Energy habe eine starke Verbesserung der Windturbinen-Sparte für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt. Die implizite Marge für Siemens Gamesa im zweiten Halbjahr bedeute eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zur Schwäche im ersten Geschäftshalbjahr, schrieb er.

Auch Goldman-Analyst Ajay Patel sprach von "insgesamt starken Zahlen", wobei die Geschäftsentwicklung der Strom- und Gassparte die Schwäche im Geschäft von Siemens Gamesa wettgemacht habe. Die neue Prognose von Siemens Energy bedeute zwar alles in allem einen geringeren Jahresgewinn vor Sondereinflüssen, aber die Aktie sei bereits vor den Quartalszahlen schwach gelaufen, konstatierte er. Daher, und auch wegen der bekräftigten Prognose für den freien Barmittelzufluss, war er zuversichtlich für die Kursentwicklung am Morgen.