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AKTIE IM FOKUS: MTU legen leicht zu - Zuversicht bei Triebwerksproblemen

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Zuversicht von MTU DE000A0D9PT0 für eine Behebung der Probleme mit einem bestimmten Triebwerkstyp und die Quartalszahlen des Konzerns haben den Papieren des Triebwerkherstellers am Freitag Auftrieb gegeben. Am Nachmittag legte der Kurs um 0,7 Prozent auf 181,20 Euro zu, damit allerdings nicht mehr ganz so stark wie noch gegen Mittag.

Die Papiere testen die für den mittelfristigen Trend relevante 50-Tage-Linie, die bei 181,18 Euro verläuft. Der Dax DE0008469008, in dem die Anteile notiert sind, verbuchte zuletzt ein Plus von 0,1 Prozent.

Die Qualitätsprobleme bei Antrieben für den Airbus NL0000235190-Mittelstreckenjet A320neo hatten dem Triebwerksbauer im dritten Quartal einen herben Verlust eingebrockt. MTU baut das Triebwerk zusammen mit seinem größeren Partner Pratt & Whitney US75513E1010 aus den USA, der bei der Herstellung der Turbinenscheiben ein problematisches Metallpulver verwendet hat.

Management-Aussagen zufolge sind im Schlussquartal aber keine weiteren Belastungen im Zusammenhang mit den Triebwerksproblemen mehr zu erwarten. Bis 2026 sollte das Metallpulver-Thema erledigt sein, hieß es weiter. Das klingt zunächst nach einem langen Zeitraum, überrascht Experten aber nicht mehr.

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Analystin Kseniia Maslova von der Schweizer Bank UBS schrieb, das dritte Quartal von MTU sei insgesamt leicht besser als erwartet ausgefallen. MTU habe ein positives Update zu den Qualitätsproblemen des Triebwerks gegeben. Positiv überrascht habe die Profitabilität im Geschäft mit der Instandhaltung zivil genutzter Flugzeuge.

Experte Philip Buller von der Berenberg Bank zeigte sich erfreut darüber, dass sich an seiner früheren Annahme, wonach die Sonderbelastungen wegen des Triebwerkrückrufs auf eine Milliarde Euro begrenzt sein dürften, nichts geändert habe. Sowohl die UBS als auch Berenberg blieben bei ihren Kaufempfehlungen.

Mit dem aktuellen Kurszuwachs erholten sich die MTU-Papiere ein weiteres Stück von ihren kräftigen Verlusten der vergangenen Wochen. Dennoch werden sie noch gut zehn Prozent unter ihrem Schlusskurs des Jahres 2022 gehandelt. Und das Jahreshoch von knapp über 245 Euro vom April ist noch deutlich entfernt.