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Adidas wächst rasant, weil die Deutschen ihr Verhalten geändert haben

Christoph Damm
Adidas-Chef Kaspar Rorsted hat viel vor mit dem fränkischen Sportartikel-Giganten

Nur mit Anzug ins Büro — die Zeiten sind längst vorbei. Natürlich sollte man auch heute noch angemessen gekleidet zur Arbeit erscheinen, doch einen Dresscode gibt es nur noch in den wenigsten Firmen, beziehungsweise Abteilungen. Ausnahme ist der Kundenkontakt, bei dem Schlips und Kragen zumeist noch Pflicht ist.

Doch im Alltag ist der Trend klar erkennbar: Sneaker haben sich längst durchgesetzt und auch eine Jeans ist im Büro ebenfalls schon lange in Ordnung. Das freut die Angestellten — aber auch die Hersteller entsprechender Mode. „Die junge Generation wird sich weiter so locker anziehen“, ist sich Adidas-Chef Kasper Rorsted im Interview mit der Zeitschrift „Capital“ sicher.

Adidas will bis 2020 weiterhin stark wachsen

„Ich habe früher jeden Tag Anzug, Schlips und schwarze Schuhe getragen. Und was habe ich abends als Erstes gemacht? Die schwarzen Schuhe ausgezogen. Jetzt trage ich Sneaker und liebe es“, berichtet Rorsted weiter und spricht dabei wohl einer großen Anzahl der — vor allem jungen — Arbeitnehmer aus der Seele. Wo früher Sportschuhe lediglich auch wirklich zum Sport getragen wurden, vermischen sich heute die Grenzen zwischen Sport und Lifestyle. Längst bedient Adidas mit seinen Schuhen auch diesen Markt — und sieht darin weiteres Potenzial.

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