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430.000 Euro Garagenfund: Engländer entdeckt antike Teekanne

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

Manchmal muss man einfach nur den richtigen Riecher haben. Eine vermeintliche Teekanne aus der Garage brachte ihrem Finder 430.000 Euro ein.

Nach heutigem Maßstab eher kitschig dekoriert: Der "Teepott", der sich als chinesische Antiquität herausstellte. (Quelle Hansons Auctioneers)
Nach heutigem Maßstab eher kitschig dekoriert: Der "Teepott", der sich als chinesische Antiquität herausstellte. (Quelle Hansons Auctioneers)

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Viele Menschen nutzen den Leerlauf in der Corona-Zeit, um zuhause mal richtig auszumisten. Doch wenige dürften dabei so erfolgreich gewesen sein, wie dieser emsige Aufräumer. Ein 51-jähriger Engländer war dabei, die alten Kisten und Kartons aus der Garage zu sortieren und auszuräumen, wie die britische BBC berichtet. In der Garage in Church Gresley im englischen Derbyshire befanden sich zahlreiche Familienerbstücke. Darunter auch eine winzige gelbe Porzellan-Teekanne, wie der Finder annahm. Eigentlich wollte er sie schon an einen Trödelladen spenden, doch dann entschied er sich anders und ließ sie schätzen.

Zufalls-Fund stellt sich als wertvolle Antiquität heraus

Eine weise Bauchentscheidung. Denn der Zufalls-Fund stellte sich im Nachhinein als wertvolle Antiquität heraus. Der nur 8,5 Zentimeter hohe “Teepott”, den seine Mutter immer stolz in ihrer Vitrine ausgestellt hatte, war nämlich gar keiner. Der Großvater des Garagenbesitzers, der anonym bleiben wollte, hatte im Zweiten Weltkrieg in Asien in der Britischen Armee gedient und das Stück vermutlich von dort mit zurück nach England gebracht, erzählte der glückliche Enkel gegenüber der BBC.

Auktion bringt das Zehnfache ein

Der 51-Jährige ließ die Teekanne beim Auktionshaus “Hansons Auctioneers” schätzen. Die Experten fanden Erstaunliches heraus. Das chinesische Porzellan stammte aus dem 18. Jahrhundert und war einst ein Weinkrug im Besitz des Kaisers Qianlong. Auktionär Charles Hansons sagte im Interview mit der BBC, es existierten lediglich zwei weitere vergleichbare Exemplare auf der Welt, und die stünden in Museen in Taiwan und China. Doch bei der Einschätzung des Wertes lag das Auktionshaus tüchtig daneben. Denn der erwartete Auktionspreis lag bei umgerechnet etwa 42.000 Euro. Das letzte Gebot lag dann zehnmal so hoch: für 390.000 Pfund, umgerechnet 430.000 Euro verkaufte Hansons das chinesische Fundstück.

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Acht Parteien aus der ganzen Welt hatten sich gegenseitig hochgesteigert. Am Ende erhielt ein Käufer aus London den Zuschlag. Sehr zur Freude des Garagen-Ausräumers. Der hatte die Auktion vom heimischen Sofa mit seinem Bruder und dessen Familie verfolgt. “Das wird ein paar Dinge für uns verändern,” sagte er nach der Auktion. “Heute gehen wir auf einen Drink aus und erheben unser Glas auf unseren Großvater.”

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