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24 Freunde, alle voll geimpft, machten gemeinsam Urlaub auf Cape Cod — 14 von ihnen erkrankten an Corona

·Lesedauer: 2 Min.

In der Küstenstadt Provincetown im US-Bundesstaat Massachusetts haben sich 14 von insgesamt 24 Freundinnen und Freunden, die im Juli dort gemeinsam Urlaub machten und vollständig geimpft waren, mit Covid-19 infiziert. Das berichtete jetzt der Nachrichtensender Bloomberg. Der Fall zeigt die Grenzen und den Effekt des Impfschutzes.

Die Gruppe besuchte dem Bericht zufolge gemeinsam Provincetown, wo sie um den 4. Juli herum ankamen. Einer von ihnen war Daniel Barefoot, ein 33-jähriger Anwalt, der in Washington lebt. Er bemerkte, dass er sich mit Covid-19 infiziert hat, als er nach seiner Rückkehr feststellte, dass er keinerlei Süßes mehr schmecken konnte, wie er dem Sender berichtete. Von den 14 Personen, die alle positiv auf das Virus getestet wurden, erkrankte laut Bloomberg niemand ernsthaft.

Mehrere Ausbrüche unter Geimpften in Provincetown

Die Freunde waren nicht die einzigen Menschen, die sich ansteckten. Am Wochenende des 4. Juli hatten über 60.000 Menschen die LGBTQ-freundliche Stadt an der US-Ostküste besucht. Es gab Polonaisen, Drag-Brunches und Partys in Privathäusern, wie The New York Times berichtet. Zahlreiche Veranstaltungen könnten zur Verbreitung des Virus beigetragen haben.

Bloomberg zufolge fanden Barefoot und seine Freunde lange Schlangen, volle Tanzflächen und Menschenmengen ohne Abstand in Provincetown vor — die Reisegruppe fühlte sich aber durch die hohe Impfquote vor Ort sicher. Die Impfung reichte allerdings nicht aus, um eine Infektion bei allen zu verhindern. Allerdings entwickelte keiner der Beteiligten einen schweren Verlauf.

Der Ausbruch in Provincetown veranlasste die städtischen Verantwortlichen dennoch am 25. Juli, das Tragen von Masken in Innenräumen wieder anzuordnen, und erregte das Interesse der US-Seuchenschutzbehörde (Center for Disease Control and Prevention, CDC). Im Rahmen einer Studie, die die Behörde am Freitag veröffentlichte, verfolgte das CDC insgesamt 469 Infektions-Fälle von Menschen aus Massachusetts, die die Stadt besuchten.

Dabei wurde festgestellt, dass 74 Prozent der erkrankten Personen voll geimpft waren. Die Mehrheit dieser Gruppe erkrankte der Studie zufolge an der Delta-Variante des Coronavirus. Weil aber Impfungen das Risiko massiv reduzieren, ernsthaft an der Infektion zu erkranken, mussten nur vier der Infizierten im Krankenhaus behandelt werden. Niemand starb.

Dieser Artikel wurde von Judith Schallenberg-Kappius aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

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