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Ölpreise setzen Erholung fort - Hoffnung auf niedrigere Fördermengen

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag ihre Erholung vom Vortag fortgesetzt. Zuletzt habe eine weitere Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China für neuen Auftrieb gesorgt, hieß es von Marktbeobachtern. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 56,35 US-Dollar. Das waren 1,07 Dollar mehr als am Mittwoch. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 1,19 Dollar auf 51,94 Dollar.

An den internationalen Finanzmärkten herrschte am Morgen eine allgemein freundliche Stimmung, die auch die Ölpreise mit nach oben zog. An den Aktienbörsen in Asien gab es breitangelegte und starke Kursgewinne. Marktbeobachter verwiesen auf eine weitere Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China.

Im Rahmen einer Teilvereinbarung zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den größten Volkswirtschaften der Welt hat die Regierung in Peking Sonderzölle auf Importe amerikanischer Waren im Wert von 75 Milliarden Dollar halbiert. Der Schritt erfolgt zeitgleich mit einer Verringerung amerikanischer Strafzölle auf Importe aus China.

Darüber hinaus wird am Ölmarkt auch auf eine weitere Reduzierung der Fördermenge durch die sogenannte "Opec+" spekuliert. In dem Zusammenschluss aus Staaten des Ölkartells Opec und verbündeter Staaten wie Russland wird derzeit über zusätzliche Verringerung der Ölproduktion zur Stabilisierung der Ölpreise nachgedacht. Ein ursprünglich für zwei Tage angesetztes Treffen einer Expertengruppe der Opec+ wurde zuletzt auf einen dritten Tag verlängert.