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Ölpreise legen zu - Freigabe von US-Reserven unwahrscheinlicher

·Lesedauer: 1 Min.

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre deutlichen Aufschläge vom Vortag ausgebaut. Marktbeobachter verwiesen auf einen US-Bericht, der die Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserve unwahrscheinlicher erscheinen lasse. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 85,18 US-Dollar. Das waren 40 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 14 Cent auf 84,29 Dollar.

Am Vorabend hatten die Erdölpreise nach einem Bericht des US-Energieamts EIA deutlich zugelegt. Die Statistiker sehen anders als manche Beobachter keinen dauerhaften Engpass am Ölmarkt. Vielmehr rechnen sie bereits Anfang kommenden Jahres mit einer Überversorgung. Die derzeit hohen Rohölpreise dürften demnach bereits im Dezember zurückgehen.

Der Bericht spricht gegen eine Freigabe der strategischen US-Ölreserve. Hintergrund derartiger Spekulationen ist der steile Anstieg der Ölpreise in den vergangenen Monaten. Im Oktober hatten die beiden wichtigsten Ölsorten der Welt mehrjährige Höchststände erreicht. Auslöser ist die nach dem Corona-Einbruch rasch steigende Nachfrage bei nur moderater Angebotsausweitung seitens großer Förderländer wie Saudi-Arabien oder Russland.

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