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Ölpreise legen zu

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag nach anfänglichen Verlusten zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 41,32 US-Dollar. Das waren 61 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 67 Cent auf 38,63 Dollar.

Am Markt wurden die steigenden Preise mit einer typischen Gegenbewegung auf vorherige Verluste begründet. Ansonsten gab es wenig marktbewegende Nachrichten. Die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten konnte die Stimmung am Rohölmarkt nicht trüben.

Generell ist der Ölmarkt gegenwärtig widerstrebenden Kräften ausgesetzt. Für steigende Preise spricht die in der Tendenz bessere Stimmung an den Finanzmärkten, die derzeit jedoch schwankungsanfällig ist. Auch gibt es Anzeichen einer konjunkturellen Erholung in größeren Wirtschaftsräumen wie den USA oder Europa. Der Belastungsfaktor Corona-Krise wird dadurch etwas gemildert.

Auf der anderen Seite stehen erhebliche Risiken wie steigende Corona-Infektionen in den USA und China. Hinzu kommen steigende Lagerbestände in den USA. Das Energieministerium hatte am Mittwoch einen Rekordwert der Erdölvorräte gemeldet. Die Entwicklung ist unter anderem Folge einer krisenbedingt schwachen Nachfrage nach Öl und Ölprodukten wie Benzin.