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Ölpreise geraten nach Vortagserholung wieder unter Druck

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag nach der Erholung am Vortag wieder unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Abend 40,47 Dollar. Das waren 34 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 34 Cent auf 37,71 Dollar.

Nachdem sich die Ölpreise zur Wochenmitte dank einer besseren Stimmung an den Finanzmärkten etwas erholt hatten, gerieten sie nun wieder unter Druck. Commerzbank-Experte Eugen Weinberg sieht weiterhin Abwärtsrisiken für die Ölpreise. So habe die US-Energiebehörde EIA am Mittwoch ihre Prognose für die Weltrohölnachfrage gesenkt. Demnach dürfte die Nachfrage aus China weniger wachsen als bisher erwartet. Zudem sollten hohe Corona-Neuinfektionen in Indien und den USA die künftige Rohölnachfrage belasten.

In den USA sind die Ölreserven zudem laut Energieministerium in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Die Vorräte kletterten um 2,0 Millionen auf 500,4 Millionen Barrel. Analysten hatten im Schnitt hingegen mit einem Rückgang um 3,0 Millionen gerechnet. Die Ölpreise reagierten allerdings kaum auf die Daten. Das private American Petroleum Institute API hatte bereits am Mittwoch für die vergangene Woche einen Anstieg bekannt gegeben.