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Ölpreise drehen in die Verlustzone - US-Öldaten im Fokus

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) -Die Ölpreise sind am Mittwoch gegen Mittag in die Verlustzone gedreht. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 88,07 US-Dollar. Das waren 35 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 43 Cent auf 82,93 Dollar.

Leichten Auftrieb hatten die Erdölpreise zunächst von Lagerdaten aus den USA erhalten. Am Dienstagabend hatte der Verband American Petroleum Institute (API) einen Rückgang der landesweiten Ölvorräte gemeldet. Am Mittwochnachmittag folgen die wöchentlichen Zahlen der US-Regierung, die an den Märkten noch stärker als die API-Daten beachtet werden.

Im Laufe des Vormittags lastete dann der zunehmend festere Dollar auf den Erdölpreisen. Ein steigender Dollarkurs bewirkt über Wechselkurseffekte häufig eine abnehmende Nachfrage, vor allem außerhalb des Dollarraums. Hintergrund ist, dass der Rohstoff überwiegend in der US-Währung gehandelt wird.

Grundsätzlich bewegen sich die Rohölpreise auf erhöhtem Niveau. Seit Jahresbeginn sind sie um etwa 15 Prozent gestiegen. Preistreiber sind die vielen geopolitischen Risiken in der Welt, das knappe Angebot großer Förderstaaten sowie die etwas anziehende Konjunktur in China und Europa.