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Ölpreise bauen frühe Gewinne deutlich aus

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen und haben die Gewinne aus dem frühen Handel bis zum Mittag deutlich ausgebaut. Marktbeobachter verwiesen auf einen starken Rückgang der Ölreserven in den USA, der für Auftrieb sorge. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 42,30 US-Dollar. Das waren 1,03 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Sorte West Texas Intermediate (WTI) aus den USA stieg um 1,01 Dollar auf 40,28 Dollar.

Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um rund 8,2 Millionen Barrel verzeichnet hat. Die Entwicklung der amerikanischen Ölreserven wird am Markt stark beachtet. Ein Rückgang der Reserven kann ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage oder ein geringeres Angebot sein und gibt den Ölpreisen in der Regel Auftrieb.

Am Nachmittag stehen die offiziellen Daten der US-Regierung zur Entwicklung der Lagerbestände auf dem Programm. In der Woche zuvor hatten die amerikanischen Ölreserven einen Rekordwert von etwa 541 Millionen Barrel erreicht.

Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank sieht einen weiteren Grund für die steigenden Ölpreisen in der Förderpolitik führender Ölstaaten. Vor allem dank Saudi-Arabien und der Golfstaaten werden vereinbarte Förderkürzungen seiner Einschätzung nach "vollumfänglich umgesetzt". Außerdem habe auch Russland seine Produktionsmenge zuletzt wohl gesenkt, sagte Weinberg.