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Ärzte-Gremium überarbeitet Leitlinie zur Behandlung von Covid-19 und empfiehlt neue Medikamente bei schwerem Verlauf

·Lesedauer: 1 Min.

Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) hat die S3-Leitlinien zur stationären Covid-19-Behandlung neu überarbeitet. Darin enthalten sind Empfehlungen über den Einsatz verschiedener Medikamente, die bei Covid-19-Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf angewendet werden können. Neu im Leitfaden findet sich der Wirkstoff Tocilizumab, wie das „Ärzteblatt“ berichtet.

Bisher listete die Leitlinie bei schweren Krankheitsverläufen das Medikament Dexamethason auf. Nun zeigte sich aber, dass auch Tocilizumab, ein entzündungshemmender Wirkstoff aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper, die Sterblichkeitsrate mit moderater Sicherheit reduzieren kann. Tocilizumab wird für gewöhnlich für die Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt. Aus der Leitlinie geht hervor, dass Tocilizumab zwar bei sauerstoffpflichtigen, jedoch nicht bei Patienten mit bereits eingeleiteter invasiver Beatmung sinnvoll ist und ausschließlich intravenös eingesetzt werden soll.

Außerdem können weitere Medikamente, die aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper stammen, auch im frühen Stadium der Infektion angewendet werde, so die DGIIN. Das gilt besonders für symptomlose Patienten mit mindestens ei­nem Risikofaktor für einen schweren Verlauf. Der Einsatz der Antikörper sollte bis maximal drei Tage nach dem positiven PCR-Testergebnis geschehen – und wenn die Symptome nicht vor mehr als sieben Tagen begonnen haben. In diesem Zeitraum kann die Viruslast dadurch so reduziert werden, dass das Risiko für einen schweren Verlauf drastisch reduziert wird. Besonders bei Risikopatienten ist es wichtig, die Antikörper so früh wie möglich zu verabreichen.

Darüber hinaus wurde in der neuen Version der Leitlinie neu definiert, auf welche palliative medikamentöse Behandlung Ärztinnen und Ärzte bei besonders schweren Krankheitsverläufen zurückgreifen dürfen – insbesondere, um Symptome wie Luftnot, Angst, Rasselatmung oder ein Delir zu behandeln.

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