Offene Immobilienfonds haben eine schwere Zeit hinter sich. Viele sind in den vergangenen Monaten liquidiert worden. Die Produkte der Deutschen-Bank-Tochter RREEF Real Estate hingegen laufen bestens. „Wenn man die Performance offener Immobilienfonds untereinander und mit der Wertentwicklung anderer Anleger mit ähnlichem Risikoprofil vergleicht, liegen die RREEF-Fonds weit vorne“, freut sich RREEF-Geschäftsführer Ulrich Steinmetz. Das verlorengegangene Vertrauen der Anleger könne am besten durch eine gute Wertentwicklung zurückgewonnen werden. Steinmetz glaubt, Immobilienfonds hätten die schlimmsten Zeiten vorerst hinter sich: „Die Branche läuft inzwischen wieder in ruhigem Fahrwasser.“ Die Fonds, die sich in der Liquidation befinden, wickelten ihre Portfolien nach und nach ab. „Die Fondsanbieter, die keine Probleme hatten, darunter wir, arbeiten daran, das ihnen überlassene Geld in Immobilien zu investieren.“ Die Fonds grundbesitz global (ISIN:DE0009807057) habe zusammen mit seinem Europa-Pendant in dieser Zeit über 300 Millionen Euro einsammeln können. Den Erfolg seiner Fonds führt Steinmetz darauf zurück, dass RREEF Real Estate ein weltweit operierendes Unternehmen mit globaler Aufstellung ist. Einen weiteren wichtigen Punkt sieht er im aktiven Portfolio-Management. „Wir sind nicht nur Käufer von Immobilen, die wir dann für Jahre halten, sondern nutzen Marktchancen, wo sie sich uns bieten.“ Dadurch gelinge es, Immobilien über ihren jeweiligen Verkehrswert mit Mehrrendite für den Fonds zu verkaufen. Darüber hinaus mache das Liquiditätsmanagement den Unterschied: „Nach der Lehman-Pleite 2008 haben wir Objekte verkauft, um die Liquidität in den Fonds zu erhöhen. Gleichzeitig war es uns wichtig, eine hohe Vermietungsquote in beiden Portfolien zu sichern, um den regelmäßigen Cashflow zu gewährleisten“, erläutert Steinmetz. Durch Investitionen in ertragsstarke und hochwertige Immobilien in guten Lagen mit gutem Mieter-Mix habe das Unternehmen es geschafft, eine Vermietungsquote auch in Krisenzeiten von rund 93 Prozent zu erreichen. „Momentan liegt die Liquidität im grundbesitz global bei 18,4 Prozent und rangiert damit in unserem derzeitigen Zielkorridor von rund 20 Prozent."Steinmetz blickt optimistisch in die Zukunft. Zwar seien die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen insbesondere in Europa nicht einfacher geworden. „Nichtsdestotrotz denken wir, dass wir den Anlegern auch zukünftig eine attraktive Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals bieten können.“ Das will Steinmetz ab einem sehr niedrigen Einstiegsbetrag und bei einem vergleichsweise geringen Risiko erreichen.Der grundbesitz global kommt im laufenden Jahr bisher auf ein Plus von 1,16 Prozent (Stand: 31. Oktober 2012). In den vergangenen fünf Jahren erreichte Fondsmanager Martin Sharpey einen Wertzuwachs von 16,18 Prozent. Der im Juli 2000 aufgelegte Fonds hat ein Gesamtvolumen von 2,39 Milliarden Euro und ist mit Volatilitäten von 0,62 Prozent in zwei und 0,79 Prozent in fünf Jahren vergleichsweise risikoarm. Die Sharpe Ratios liegen für dieselben Zeiträume bei 2,06 bzw. 1,71 und weisen damit ebenfalls einen Top-Wert in der Peergroup „Immobilienfonds/Welt“ auf. Sharpey investiert gut ein Viertel des Fondsvolumens in asiatische Immobilien (Stand: 30. September 2012). Auf Frankreich entfallen 21,3 Prozent und auf die USA 18,3 Prozent.Eine sehr positive Entwicklung verzeichnet auch der hausInvest (ISIN:DE0009807016) vonCommerz Real. Fondsmanager Mario Schüttauf kommt im laufenden Jahr bisher auf ein Plus von 1,95 Prozent. Seit seiner Auflegung im April 1972 erreicht der hausInvest ein Plus von 924,84 Prozent und erzielte damit in 40 Jahren positive Erträge. Der 9,39 Milliarden Euro starke Fonds hat auch in den vergangenen Jahren gut performt. Für den Fünfjahreszeitraum verzeichnet er einen Wertzuwachs von 19,23 Prozent. Der hausInvest ist sehr risikoarm. Die Volatilitäten von 0,37 Prozent über zwei und 0,51 Prozent über fünf Jahre werden in der Peergroup „Immobilienfonds/Welt“ nur von einem anderen Produkt geschlagen. Auch bei der Sharpe Ratio liegt Schüttauf in denselben Zeiträumen mit 3,76 bzw. 3,66 auf Platz zwei. 23,2 Prozent des Fondsvolumens sind in Frankreich investiert (Stand: 30. September 2012). Auf Großbritannien entfallen 18,7 Prozent, auf Deutschland 17,4. 19,9 Prozent investiert Schüttauf in sonstige europäische Staaten.Immofonds: Die Branchenprobleme betreffen Commerz Real und RREEF nichtQuelle:FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)(PD)
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