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„Zehntausende Menschen könnten ab Herbst einen Impfstoff erhalten“

Bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zeigt sich der amtierende Chef von Curevac optimistisch: Noch 2020 könnte eine große Studie starten, in deren Rahmen Zehntausende den Impfstoff dann bereits erhalten könnten.

Labormantel mit dem Logo des Biotech-Unternehmens CureVac. Die Suche nach einem Corona-Impstoff läuft auf Hochtouren. Foto: dpa

Der amtierende Chef des Tübinger Biotechunternehmens Curevac, Franz Werner Haas, ist optimistisch, dass ab Herbst dieses Jahres Zehntausende Menschen einen Impfstoff gegen das Coronavirus erhalten könnten. Die entsprechenden Daten dafür sollen im dritten Quartal vorliegen. „Wenn die Daten gut sind und die Behörden ihr Okay geben, können wir noch dieses Jahr eine größere Studie starten; Zehntausende Menschen könnten den Impfstoff dann bereits erhalten“, sagte Haas gegenüber der WirtschaftsWoche und ergänzte: „Wann der Impfstoff für die breite Masse verfügbar ist – ob noch dieses Jahr oder erst 2021 – hängt vom Ausgang der klinischen Studie und der Entscheidung der Zulassungsbehörden ab.“

Haas erklärte gegenüber dem Magazin, dass in einer bereits bestehenden Anlage  „pro Jahr zwischen 200 und 400 Millionen Impfdosen“ gegen das Coronavirus produziert werden könnten. Der erste Produktionsgang laufe bereits. Curevac, das kürzlich eine Zusage der EU-Kommission von bis zu 80 Millionen Euro erhalten hat, will das Geld für den Ausbau einer weiteren Produktionsanlage verwenden. 2022 soll die Anlage starten.  „Dort könnten wir dann pro Jahr eine Milliarde Impfdosen und mehr gegen das Coronavirus produzieren“, sagte Haas gegenüber der WirtschaftsWoche. Die Anlage könne auch zur Produktion anderer Impfstoffe – etwa bei vergleichbaren Ausbrüchen – genutzt werden.

Geld von der Bundesregierung hat Curevac laut Haas noch nicht erhalten. „Wir sind natürlich schon seit längerem mit der Bundesregierung und den entsprechenden Behörden im Gespräch“, so Haas.

Mehr zum Thema: Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Curevac-Chef Franz Werner Haas im Wortlaut.