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Willkommensbonus: Für 5000 Euro würden einige Arbeitnehmer schon den Job wechseln

·Lesedauer: 2 Min.

Um am Arbeitsmarkt im Kampf um Talente zu bestehen, werden Unternehmen immer kreativer – und auch spendabler. Inzwischen sind viele bereit, neuen Angestellten einen Willkommensbonus bei Antritt des Jobs zu zahlen. So hat sich die Anzahl der Stellenanzeigen mit Willkommensbonus auf der Jobseite Indeed seit Anfang des Jahres um 73 Prozentpunkte erhöht. Die Arbeitgeber erhoffen sich so entweder einen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen im Bewerbungsprozess oder sogar neue Mitarbeiter von anderen Firmen abzuwerben.

Und ein solcher Willkommensbonus könnte laut einer repräsentativen Umfrage von Indeed ein guter Anreiz sein, um Arbeiter vom Wechsel des Unternehmens zu überzeugen. Von den 2038 befragten Erwerbstätigen gaben 72 Prozent an, dass sie einen Jobwechsel für finanzielle Vorteile in Betracht ziehen würden. Außerdem würden zehn Prozent der Befragten eine einmalige Zahlung gegenüber einer Gehaltserhöhung bevorzugen.

Dabei scheint der Anreiz überraschenderweise noch besser bei Menschen mit hohem jährlichen Einkommen – über 70.000 Euro – zu funktionieren. 16 Prozent der Gutverdiener gaben an, sie würden ihren Arbeitgeber für einen "Signing Bonus" verlassen. Allerdings gaben fast 90 Prozent der Befragten aus dieser Gehaltsklasse an, eine solche Zahlung müsste mindestens 10.000 Euro betragen.

Es kommt auf die Höhe des Wechselbonus an

Der Willkommensbonus kann, wenn er hoch genug liegt, auch Menschen überzeugen, den Job zu wechseln, obwohl sie zufrieden sind mit ihrem aktuellen Arbeitgeber – das gilt für 66 Prozent der Befragten. Dabei gibt es allerdings große Unterschiede, wie hoch die Prämie dafür ausfallen müsste. Zwölf Prozent der Beschäftigten würden es für eine Sonderzahlung von weniger als 5000 Euro tun. Ganze 20 Prozent würden sogar erst ab einem Betrag von 20.000 Euro den Arbeitgeber wechseln. Rund ein Viertel der Erwerbstätigen gab an, dass sie ihren Arbeitsplatz für kein Geld der Welt wechseln würden.

Annina Hering ist Arbeitsmarktexpertin bei Indeed und sagt: "Wechselboni können sich im Kampf um Talente auszahlen. Durch solche Prämien können Unternehmen die Attraktivität ihrer Jobgesuche deutlich erhöhen, weswegen solche Anreize vor allem dann spannend sind, wenn die Stellen andernfalls kaum bis gar nicht besetzt werden können."

Ein Einstiegsbonus ist jedoch ein recht neues Mittel im Recruiting-Prozess, auf den aktuell noch weniger Unternehmen setzen. Bei der Umfrage stellte sich heraus, dass nur fünf Prozent der Befragten jemals überhaupt eine Einstiegsprämie angeboten bekommen hätten. Der Umfrage zufolge entschieden sich rund 20 Prozent dieser Personen dann auch wirklich für das Unternehmen mit Willkommensbonus.

Ein berühmtes Unternehmen, das derzeit mit Willkommensboni zwischen 500 und 1500 Euro wirbt, ist Amazon. Das amerikanische Unternehmen sucht nach Lagerarbeitern für ihre diversen Logistik-Standorte in Deutschland. Bei einer Auswertung der eigenen Internetseite stellte Indeed fest, dass am häufigsten Wechselprämien in Jobangeboten für Produktionsmitarbeiter angepriesen werden. Auf Rang zwei und drei folgen Mechaniker, Maschinenbediener beziehungsweise Staplerfahrer.

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