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Washington im Ausnahmezustand – Bilder eines verstörenden Vorfalls

Kaufmann, Stefan
·Lesedauer: 2 Min.

In der US-Hauptstadt haben Anhänger von Präsident Donald Trump das Kapitol-Gebäude gestürmt – das Herz der amerikanischen Demokratie. Eindrücke aus Washington.

Die Demonstranten lassen sich nicht mehr aufhalten. Foto: dpa
Die Demonstranten lassen sich nicht mehr aufhalten. Foto: dpa

Eigentlich waren das US-Repräsentantenhaus und der Senat am Mittwoch in Washington zu einer gemeinsamen Sitzung zusammengekommen, um den Sieg des Demokraten Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl offiziell zu bestätigen. Dies ist üblicherweise eine Formalie im Nach-Wahl-Prozedere der Vereinigten Staaten.

Verschiedene Republikaner aus beiden Kongresskammern hatten jedoch angekündigt, Einspruch gegen die Resultate aus mehreren US-Bundesstaaten einzulegen – angetrieben durch die Betrugsbehauptungen des abgewählten Präsidenten Donald Trump.

Weder Trump noch seine Anwälte konnten bislang jedoch stichhaltige Beweise für einen Wahlbetrug vorlegen. Dutzende Klagen des Trump-Lagers wurden von Gerichten abgeschmettert, auch vom Obersten US-Gericht.

Während sich im Inneren des Kapitols die Mitglieder beider Kammern versammelten, kam es vor den Türen zu Rangeleien zwischen Trump-Anhängern und Sicherheitsleuten. Fernsehbilder zeigten eine große Menge von dicht gedrängt stehenden Menschen auf den Stufen direkt vor dem Eingang des Kapitols.

Trump selbst hatte zuvor in einer Rede über den angeblichen Betrug bei der US-Präsidentenwahl seine Anhänger dazu aufgerufen, zum Kapitol zu ziehen. Bei seiner Ansprache forderte er Zehntausende anwesende Unterstützer dazu auf, sich den „Diebstahl“ der Wahl nicht gefallen zu lassen.

Dutzende Trump-Anhänger durchbrachen daraufhin die Sicherheitsabsperrungen vor dem Kongress. Die Sitzung musste unterbrochen werden. Abgeordnete wurden aus dem Gebäude gebracht und mussten Gasmasken aufsetzen, da in der Rotunde des Kapitols Tränengas eingesetzt wurde.

Demonstranten gelang es auch, in den Sitzungssaal des Senats zu gelangen. Auf Fotos ist zu sehen, wie einige von ihnen auf dem Stuhl des Senats-Präsidenten Platz nehmen.

Wie es dazu kommen konnte, zeigen diese Bilder aus Washington:

Nach der Eskalation rief Donald Trump seine Anhänger auf, friedlich zu bleiben. Erst später forderte er sie in einer Videobotschaft auf, friedlich nach Hause zu gehen. Er verstehe den Ärger über den Ausgang der Wahl, aber „wir müssen Frieden haben, wir müssen Recht und Ordnung haben“ und die Sicherheitskräfte respektieren.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, erklärte außerdem, die Nationalgarde sei auf direkte Anordnung Trumps mobilisiert worden. Zuvor hatte die Bürgermeisterin von Washington eine Ausgangssperre von 18 Uhr bis 6 Uhr verhängt.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat die dramatischen Ereignisse scharf verurteilt. „Zu dieser Stunde wird unsere Demokratie beispiellos angegriffen“, sagte Biden.

Mit Agenturmaterial

Polizisten stehen mit gezogenen Waffen in der Nähe einer verbarrikadierten Tür, als Demonstranten versuchen, in die Kammer des Repräsentantenhauses im Kapitol einzubrechen. Foto: dpa
Polizisten stehen mit gezogenen Waffen in der Nähe einer verbarrikadierten Tür, als Demonstranten versuchen, in die Kammer des Repräsentantenhauses im Kapitol einzubrechen. Foto: dpa