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Warum die Pfandeinführung bei Weinflaschen so kompliziert ist

Viele Getränke sind in Mehrwegflaschen erhältlich, die für eine bessere Ökobilanz sorgen. Doch warum gibt es kaum Wein in Pfandflaschen zu kaufen?

Weinflaschen gibt es sie in vielen Formen und Farben: Bald soll es ein geschlossenes Pfandsystem geben, für das eine standardisierte Flasche entwickelt wurde. (Symbolbild: Getty Images)
Weinflaschen gibt es sie in vielen Formen und Farben: Bald soll es ein geschlossenes Pfandsystem geben, für das eine standardisierte Flasche entwickelt wurde. (Symbolbild: Getty Images) (Oscar Wong via Getty Images)

Flaschen aus Glas sind, sollte man meinen, immer den Alternativen aus Plastik vorzuziehen. Doch Glas ohne Pfandsystem, das nur ein Mal verwendet und im Altglascontainer entsorgt wird, sorgt für eine sehr hohe CO2-Belastung, da das Einschmelzen des Glases mit einem enormen Energieverbrauch verbunden ist.

Unter anderem Wein- und Sektflaschen sind kaum als Pfandflasche erhältlich – obwohl sich eine Mehrwegflasche aus Glas laut Umweltbundesamt bis zu 50 Mal wiederverwenden ließe – das klingt in Bezug auf die Ökobilanz gut.

Das Problem beim Pfand auf Weinflaschen

Was schon seit Langem für Bierflaschen gilt – und für die Brauereien sogar enorm wichtig ist –, könnte vielleicht doch bald auch für Wein- und Sektflaschen gelten. Problem bei diesen Flaschen bislang: Jede*r Winzer*in nutzt eigene, individuell angefertigte Flaschen, die sich in Form und Farbe unterscheiden. Auch die unterschiedlichen Verschlussarten mit Korken, Schraub- oder Glasverschlüssen stellen ein Problem dar.

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Eine direkte Wiederverwendung ist damit kaum möglich. Doch das Einschmelzen von Glas für die Produktion neuer Flaschen kostet viel Energie und damit auch Geld.

Weinflaschen doch bald mit Pfand?

Deshalb strebt die Winzergenossenschaft "Weinheimat Württemberg" nun eine 0,75-Liter-Mehrwegflasche für Wein inklusive Pfandsystem an. Die Wein-Mehrweg eG, eine extra für das Pfandsystem neu gegründete Genossenschaft, besitzt die Lizenz an der Flasche, die in Kürze auf einer Fachmesse vorgestellt werden soll.

"Noch in diesem Jahr sollen erste Weine in die neuen Flaschen abgefüllt werden", erklärt Werner Bender, Vorstand der Wein-Mehrweg eG. Wichtiger Punkt, um das Pfandsystem bei Weinflaschen einzuführen, seien genug Spülmöglichkeiten, so Bender. "Wir können die Mehrwegflasche bis zu 50 Mal befüllen, das spart Ressourcen und Energie, vermeidet Abfall und die Weinbranche wird deutlich unabhängiger."

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