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Vermögenssteuer: Deutschland entgehen jährlich 73 Milliarden Euro laut einer Studie

In Deutschland zahlen Milliardäre keine Vermögenssteuer – bei Autorinnen und Autoren einer aktuellen Studie stößt das auf Kritik. - Copyright: Cavan Images/Getty Images
In Deutschland zahlen Milliardäre keine Vermögenssteuer – bei Autorinnen und Autoren einer aktuellen Studie stößt das auf Kritik. - Copyright: Cavan Images/Getty Images

Wie viele Milliardärinnen und Milliardäre gibt es eigentlich in Deutschland? Bis 1997 war diese Frage noch leicht zu beantworten. Denn bis dahin zahlten Reiche noch eine Vermögenssteuer und dem Bund lagen zumindest offizielle Zahlen über seine extrem Vermögenden vor. Heute fehlen offizielle Statistiken.

Inzwischen erhebt der Bund keine Vermögensteuer mehr und reiche Menschen werden laut einer aktuellen Studie auch geringer besteuert als der Mittelstand, berichtet die "Wirtschaftswoche". Für die Studie hatten verschiedene Institutionen aus dem deutschsprachigen Raum zusammengearbeitet, darunter die deutsche Organisation Netzwerk Steuergerechtigkeit. „Die Untersuchung zeigt, dass die tatsächlichen Steuersätze von Superreichen weit unter den vorgesehenen Höchststeuersätzen liegen, während der Mittelstand mit einem höheren Anteil seines Einkommens zum Steuer- und Abgabenaufkommen beiträgt“, zitiert die "Wirtschaftswoche" die Autorinnen und Autoren der Studie.

Ein Großteil der Milliarden-Vermögen stammt aus Familienerbe und Immobilien

Für ihre Analyse griffen die Forschenden laut "Wirtschaftswoche" zurück auf öffentlich zugängliche Daten und Modellrechnungen. In Deutschland entfallen demnach auf die obersten 0,1 Prozent etwa 20 Prozent des Nettovermögens. Ein Großteil des Einkommens dieser Gruppe stamme aus Familienerbe und Immobilien, ein kleinerer Teil aus der Arbeit in Familienunternehmen oder aus Dividenden und Gewinnausschüttungen. Mittelstandsfamilien hingegen bezögen ihr Einkommen überwiegend aus einem Angestelltenverhältnis und zahlten höhere Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge.

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In Deutschland könnten durch die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer Einnahmen von jährlich 73 Milliarden Euro generiert werden, teilt beispielsweise die ebenfalls an der Studie beteiligte Organisation Oxfam Deutschland mit. In der Schweiz wiederum gibt es eine Vermögenssteuer, die zu sieben Prozent zum gesamten Steueraufkommen beiträgt, wie die "Taz" berichtet. Die Studienautorinnen und -autoren, schreibt die "Wirtschaftswoche", plädieren für eine Reform der Besteuerung der Superreichen, um eine gerechtere Verteilung der Steuerlast zu erreichen.

mj