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Verbände kritisieren Neubauförderprogramm der Bundesregierung

BERLIN (dpa-AFX) -Die Wohnungs- und Bauwirtschaft kritisiert das neue Förderprogramm der Bundesregierung für klimafreundliche Neubauten. "Das Volumen der vorgesehenen Förderung und die ausschließliche Ausrichtung auf den EH-40-Standard sind nicht geeignet, um angesichts explodierender Preise beim bezahlbaren Wohnungsbau etwas zu bewirken", sagte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, über die Förderung über 750 Millionen Euro.

"Die Bundesregierung muss endlich mehr Mittel für den sozialen Neubau zur Verfügung stellen", sagte Gedaschko. "So werden die Wohnungsbauziele der Regierung endgültig in den Sand gesetzt." Leidtragende seien Mieterinnen und Mieter als auch Wohnungssuchende.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) zeigte sich ebenfalls enttäuscht. "Diese 750 Millionen Euro lösen die dramatischen Probleme nicht ansatzweise, und die Folgen der weiteren Verzögerungen eines großen Aufschlags kosten später einmal viel mehr Geld", teilte Präsident Andreas Mattner mit. Laut ZIA bräuchte es 10 Milliarden Euro, um die Wende im Neubau zu schaffen. Kritik äußerte auch Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands HDB: "Die Bundesregierung hat jegliche Hoffnung auf eine Trendwende platzen lassen und somit die Talfahrt am Wohnungsmarkt weiter zementiert."

Das Programm der Bundesregierung in Höhe von 750 Millionen Euro pro Jahr knüpft die Förderung an hohe energetische Standards und ein Qualitätssiegel für nachhaltige Gebäude. "Wer jetzt ökologisch nicht anspruchsvoll baut, der muss sein Haus garantiert noch mal anfassen", sagte Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) am Mittwoch. "Wir wollen 2045 insgesamt den Gebäudebestand klimaneutral haben."

Anträge für zinsverbilligte Kredite können Bauherren und Erstkäufer ab März bei der staatlichen Förderbank KfW stellen. Antragsberechtigt sind Investoren, Genossenschaften, Unternehmen und Privatpersonen. Zudem erhalten Kommunen und Landkreise Investitionszuschüsse etwa für den Bau von Wohnungen, Kindertagesstätten oder Schulen.