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Umweltverbände protestieren gegen Tesla-Batteriefabrik: „Bau der Fabrik in Grünheide ist verantwortungslos“

·Lesedauer: 2 Min.
Tesla - Baustelle in Grünheide.
Tesla - Baustelle in Grünheide.

Der Streit zwischen den Umweltverbänden und Tesla geht in die nächste Runde. Vergangene Woche endete die Frist für das Einreichen der Einwendungen gegen die neuen Baupläne des US-Autobauers. Die Umweltverbände haben Einwände gegen das Vorhaben, und zwar viele. Sie reichten einen langen Maßnahmenkatalog ein. Im Gespräch mit Business Insider wurde Michael Ganschow, Geschäftsführer der Grünen Liga Brandenburg, deutlich: „Der Bau einer Batteriezellfabrik in Grünheide ist verantwortungslos“, sagt Ganschow.

Das habe auch viele Gründe, sagt der Chef der Grünen Liga. „Zum einen grenzt die Werkhalle genau an die Schutzzone III A des Wasserschutzgebietes, in dem Anlagen der Gefährdungsstufe D nicht genehmigungsfähig wären. Die Angaben der in der Fabrik zum Einsatz kommenden Chemikalien sind geschwärzt“, sagt Ganschow.

"Es handelt sich immer noch um ein Wasserschutzgebiet“

Anlagen mit der Gefährdungsstufe D nutzen die als am gefährlichsten klassifizierten Chemikalien. Wenn diese in der Batteriezellfabrik auslaufen sollten, würden diese auch in die Bereiche des Wasserschutzgebietes einsickern, in die sie auf keinen Fall einsickern dürfen, bemängelt Ganschow. „Auf dem Werksgelände ist in der Schutzzone III A eine Abwasserbehandlungsanlage geplant, in der Abwässer der Betriebseinheiten, und so auch der Batteriefabrik, aufbereitet werden sollen. Welche Giftstoffe diese Abwässer enthalten ist aufgrund der Schätzungen unbekannt. Nochmal: Es handelt sich immer noch um ein Wasserschutzgebiet“, sagt er weiter.

Schließlich sei das Versickerungskonzept von Tesla für das Gelände weiterhin unzureichend. „Teile der Sedimentationsbecken liegen unter dem Grundwasserstand. Durch die Regenwasserversickerung, den geplanten Pfahlgründungen und einer möglichen Erhöhung der Wasserentnahmen an der zu schützenden Brunnenfassung ist zukünftig mit einer Verschiebung der Grenzen des Wasserschutzgebietes zu rechnen. Dies würde dazu führen, dass sich die Batteriefabrik dann in einem Bereich des Wasserschutzgebietes befinden würde, in dem diese nicht genehmigungsfähig wäre“, sagt Ganschow.

Kurzum: Sie dürfte dort nicht mehr gebaut werden. Der Chef der Grünen Liga vermutet, dass dies in den nächsten Monaten sich dementsprechend entwickeln werde. Er fordert, dass Tesla deswegen schon heute reagieren solle, indem der US-Autobauer die Pläne neu überarbeitet und ein viertes Mal auslegt.

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