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Was Topmanagerinnen ausmacht: Fünf Karrierewege, die Frauen den Weg in die Chefetage ebnen

·Lesedauer: 3 Min.
Symbolbild.
Symbolbild.

Im Mai dieses Jahres hat die Wirtschaftswissenschaftlerin und Executive Coach Bettina Al-Sadik-Lowinski ein Buch mit dem Titel „Typologie der Karrierewege von internationalen Topmanagerinnen“ veröffentlicht. Darin hat sie Karrieremuster von Topmanagerinnen untersucht und festgestellt, dass Frauen auf dem Weg in die Chefetage üblicherweise eine von fünf Laufbahnen nehmen, wie das "Handelsblatt" berichtet. Al-Sadik-Lowinski räumt mit gängigen Karrieremythen auf und zeigt in ihrer Abhandlung, dass „Topmanagerinnen ihren Aufstieg selbst steuern und ihn strategisch angehen“.

Für ihr Forschungsprojekt Global Women Career Lab befragte Al-Sadik-Lowinski zwischen 2014 und 2020 insgesamt 110 Topmanagerinnen international agierender Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Russland, China und Japan. Im Laufe ihrer Karriere haben diese Frauen insgesamt in 500 Unternehmen und in mehr als 21 Ländern gearbeitet. Bei all diesen Frauen sei eine starke Karrieremotivation und ein starker Fokus auf Karriere zu beobachten, so die Expertin. Sie managen ihre Karriere eigenverantwortlich, suchen aktiv nach Chancen und Verbündeten und erschließen neue Felder und Karrieremöglichkeiten.

Die folgenden fünf Karrieretypen stehen exemplarisch für typische Karriereverläufe von Topmanagerinnen aus verschiedenen Nationen. Für die Mehrheit der Frauen funktionieren jedoch nur zwei dieser Modelle wirklich zuverlässig, wie sich am prozentualen Anteil zeigt. Erfolgsversprechend sind demnach vor allem die letzten beiden Modelle.

  1. Lean on and move up: Gerade einmal vier Prozent der interviewten Frauen haben sich auf ihrem Karriereweg an einem Mentor — oft ebenfalls Frauen — orientiert, von dem sie gelernt und von dessen Kontakten sie profitiert haben. Zwischen Managerin und Mentor oder Mentorin herrscht dann eine wechselseitige Vorteilsbeziehung, von der beide Seiten stark profitieren. Dieses Modell ist laut Al-Sadik-Lowinski für Managerin geeignet, die selbst nicht unbedingt aktiv werden wollen, allerdings ist es auch „am meisten überschätzt“.

  2. Bounded: Etwa sieben Prozent der internationalen Topmanagerinnen sind in ihrer Laufbahn in einem einzigen Unternehmen Stufe um Stufe aufgestiegen. Frauen in dieser Kategorie sind sehr flexibel und passen sich schnell an die Belange ihres Unternehmens an. Dieser Karriereklassiker ist bei Frauen allerdings längst nicht so erfolgversprechend wie bei Männern. Der prozentuale Anteil der Frauen, die eine sogenannte "Kaminkarriere" durchlaufen, ist in Deutschland mit zwölf Prozent höher als in den anderen Ländern. Das bekannteste Beispiel hierzulande ist Britta Seeger, die in 27 Jahren von der Praktikantin zum Vorstandsmitglied aufgestiegen ist. Der Studienautorin zufolge werden solche Karrieren jedoch immer seltener, da oft Expertise von außen ins Unternehmen geholt wird.

  3. Stop-and-Go: 17 Prozent haben einen Karriereweg hinter sich der sie aus Rücksicht auf den Partner oder die Familie vorübergehend auf Positionen mit weniger Verantwortung oder in eine Auszeit verschlagen hat. Unter deutschen Managerinnen, die etwa für DAX-Konzerne arbeiten, gibt es dieses Karrieremodell jedoch nicht oder nur in Ausnahmefällen.

  4. Unbounded global: Rund 28 Prozent und damit die zweitgrößte Gruppe des Forschungspools sind Karrierefrauen, die mehrfach das Unternehmen und das Land wechseln. Sie sind selbstbewusst, leistungsorientiert und planen ihre Karriere strategisch. In diesem Pool finden sich am häufigsten deutsche und japanische Frauen. Oft fühlen sich die Frauen in Deutschland ausgebremst und wählen deshalb diesen Weg. Wie Al-Sadik-Lowinski sagt, kann sich das auch positiv auswirken, wenn sie zurück nach Deutschland kommen, denn „wer sich im Ausland bewiesen hat, dessen Können wird zurück in Deutschland nicht angezweifelt“.

  5. Flexible Hoppers: Mit einem Anteil von 44 Prozent verspricht das Karrieremodell mit häufigen, gezielten Jobwechseln innerhalb eines Landes am häufigsten Erfolg. Für zwischen vier und neun Unternehmen haben die durchsetzungsstarken und wissbegierigen Frauen in ihrer Laufbahn gearbeitet. Sie fühlen sich nicht an ihre Arbeitgeber gebunden, sondern suchen diese nach den Aufstiegsmöglichkeiten und neuen Herausforderungen aus. Die Forscherin Al-Sadik-Lowinski beschreibt diesen Typus folgendermaßen: „Sie ergreifen bewusst jede Chance, ihr Know-how zu erweitern und neue Erfahrungen zu machen – um dabei ihr eigenes Können optimal zu präsentieren.“

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