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Tarifgespräche für Beschäftigte von Bund und Kommunen gehen weiter

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POTSDAM (dpa-AFX) - Gewerkschaften und Arbeitgeber verhandeln an diesem Samstag in Potsdam über die Einkommen von mehr als zwei Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen. Zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst kommen unter anderen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), Verdi-Chef Frank Werneke und der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, zusammen.

Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die kommunalen Arbeitgeber pochen auf eine lange Laufzeit bis 2023. Insgesamt betonen sie, die Kommunen hätten nichts zu verteilen. Die Gewerkschaften hatten größere Warnstreiks für den Fall einer ausbleibenden Annäherung angekündigt. Bei den vorangegangenen Tarifverhandlungen 2018 waren Millionen Bürger etwa von stillstehenden Bussen und Bahnen sowie Störungen im Flugverkehr betroffen.

Direkt verhandelt wird für 2,3 Millionen Tarifbeschäftigte. Auf die mehr als 200 000 Beamten soll das Ergebnis nach Ansicht der Gewerkschaften übertragen werden. Die zweite Verhandlungsrunde soll am Sonntag enden, die dritte ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.